Musik und Erinnerungen

Das Sommerloch bringt einige Blogparaden hervor, nun habe ich dank Worgeflumselkritzelkram jene der singenden Lehrerin gefunden. Worum es dabei geht? Zehn Lieder, wenn möglich nicht aus den Charts – was bei mir gar nicht so schwer ist – mit denen man tolle Erinnerungen verknüpft. Als Mensch der ohnehin der Musik sehr zugetan ist, freue ich mich so auch einen weiteren Einblick in das Wesen hinter dem Blog gewähren zu können … denn ohne Musik wäre es wohl nichts, verarbeitet es damit seine Emotionen und bekommt regelmäßig Energieschübe beim Laufen durch einen guten Titel …

Ich muss mit der sechsten Sinfonie von Ludwig van Beethoven starten, sie führt mich zurück in meine Kindheit in welcher ich Fantasia von 1940 beinahe täglich sah. Ich kann nur vermuten dass die griechische Szene im Film, mit fliegenden Pferden, Engeln, Zentauren und einem kindischen Zeus mit ein Grund ist, denn sobald diese Sinfonie startet beginne ich zu träumen. (Das Original von Beethoven dauert beinahe 45 Minuten …)

Clair de Lune schafft es zwar nicht in meine Liste, obwohl ich es auch gerne höre, aber in Anlehnung an Fantasia, vielleicht möchte sich jemand dieses Werkt, welches es leider nicht in den Film geschafft hat, ansehen …

Noch ein wenig in meiner Kindheit verweilend, entscheide ich mich als nächstes für Johnny Cash und I won’t back down, weil es mich an meinen Eltern (die Klogen) erinnert und ihren Weg vor und mit uns … Allerdings geht es in der Blogparade ja eher darum zu welchen Lieder man abzappeln muss, hier wähle ich dann aber ebenfalls Johnny Cash mit Ring of Fire, mein Vater (Tati) tanzte damals so ausgelassen mit mir zu diesem Lied, dass sich mein Zehennagel verabschiedete …

Als ich beschloss zu Iron Maiden und Run to the Hills, meinen Kopf rhythmisch zu bewegen, hatte ich noch keinerlei Ahnung was dieser Text tatsächlich bedeutet, früher legte ich hierzu ganz schön los, später als ich den Text verstand brachte er mich ordentlich ins Grübeln und dazu mich mit der amerikanischen Geschichte zu befassen …

Wird es jetzt peinlich? Rock you like a hurrican von den Scorpions wird ja tatsächlich noch hier und da im Radio gespielt und wenn es passiert halte ich durchaus schon mal auf einem Pannenstreifen an um im Auto so richtig abzugehen. Warum? Ich war jung, dumm und gefräßig und der Titel ging, oder geht nach wie vor, ins Ohr und legte eigentlich den Grundstein für meinen Musikgeschmack …

Obwohl, falsch, den Grundstein legten wohl eher Black Sabbath mit Fairies wear BootsParanoid ihr wohl bekanntester Hit gefällt mir allerdings als Cover von Avenged Sevenfold besser, startet dieser Titel muss man sich vor meiner herum-peitschenden Mähne in Sicherheit bringen …

Puh Avenged Sevenfold, sollte ich mich als Groupie erweisen? Second Heartbeat von Awaking the Fallen bringt mich zum ausrasten, Text, Melodie, Soli alles auf den Punkt. Tatsächlich könnte ich nun ewig weitere Titel von ihnen aufzählen, ich halte mich zugunsten anderer toller Künstler zurück.

Zu Best of you von den Foo Fighters stellte ich fest, dass meine Beziehung mit einem Ehemaligen am Ende war, ich war zu dem Zeitpunkt taub, wusste aber nicht recht was der Wurm war, der Song startete im Radio, ich weinte und plötzlich war es klar … Auch bei Kündigungen meinerseits spielte dieser Song schon einmal eine Rolle …

Mit What if I was nothing von All That Remains, teilte mir der Galan seine Gefühle für mich mit.

Während Reach for the Skies von The Sorrow durfte ich feststellen dass mir der Galan deutlich wichtiger geworden war als ich dachte, ist es nun verwunderlich das mich dieser Titel bis heute verrückt macht, natürlich im positiven Sinne und eine gewisse Textpassage immer wieder für Bekundung meiner Zuneigung herhalten muss …

When you’re down almost dead I will be there for you …
When the tides of your life try to swallow you hole …
When the darkness overcomes …

Puh ich bin bei Nummer zehn angelangt, fies, es gibt noch so viele Titel welche einen hohen emotionalen Wert für mich haben … Welchen auswählen und warum? Ich entscheide mich für einen Song, welcher mir erst kürzlich die Augen öffnete gewisse Chancen, oder eben Risiken einfach mal einzugehen und mir somit diesen Sommer bei einer Entscheidung für meine Zukunft sehr half … Risk to Fall von Vinegar Hill

here within our hearts we sense
the spawn of youth in words we won´t forget
write another, paint to bother
risk to fall when it´s getting harder
though a shattered soul may bleed
the bitter truth in life we have to beat
just to know how it feels to fly
risk to fall if you live a lie

8 Kommentare

  1. Uuuuh … stimmt die fehlen sträflicherweise … wozu kann man besser „ausrasten“ als zu : Pour some sugar on me
    Ooh, in the name of love – Pour some sugar on me C’mon, fire me up – Pour your sugar on me Oh, I can’t get enough – I’m hot, sticky sweet From my head to my feet, yeah

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  2. Hier tritt wohl langsam der „Stille-Post-Effekt“ ein: Aufgrund von wortgeflumselkritzelkrams Schwerpunkt auf den Erinnerungen, sieht es nun so aus, als wäre das DAS ausschlaggebende Kriterium bei meiner Blogparade gewesen. War’s aber gar nicht, sondern: „Ich suche diesmal 10 Lieder, möglichst keine aktuellen Hits, bei denen ihr laut aufdreht, lauthals mitsingt oder die Tanzfläche stürmt.“ 😉

    Macht aber nix! 😉 Ich freue mich trotzdem über deine rock-lastige Liste, von der ich einige Titel gar nicht kenne. Besonders toll ist ja die Nennung eines Werks aus der Klassik! Mensch, daran hatte ich gar nicht gedacht. Da hätte das „O Fortuna“ aus der Carmina Burana (Carl Orff) bei mir unbedingt dazugehört.

    Danke fürs Mitmachen! 🙂

    Gefällt 1 Person

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