Aus der Feder von Karla the Fox: Come to the dark side – We have good music!

Karla the Fox von Music Bizz & Rock’n’Roll und ich tauschen uns über Musik aus, alles weitere findet ihr in ihrem interessanten und witzig/spritzigen Artikel:

Wie kam ich auf die ‚dunkle Seite‘ der Musik? Warum gebe ich mir täglich das, was andere Menschen als ‚wüst‘ und ‚böse‘ ansehen? Das, was sie Krach nennen? Obwohl man mir oft sagt, ich sei zu lieb. Vielleicht gerade deswegen? Ich denke, es ist etwas dran, dass man sagt: Je sanfter und zerbrechlicher die Seele und der Charakter, desto lauter und kaputter muss die Musik sein, mit der sich das Innere heilt und die Gefühle herausschreit. Wer im Alltag eh schon immer auf 180 ist, braucht dann ruhige Klänge, um wieder runter zu kommen.
Also manchmal zumindest, ich gebe mir auch liebend gerne schmalzige Balladen und so wenn es gerade passt 😉 Heute wollen CriticalPixie und ich den Lesern des jeweils anderen erzählen, wie wir zu dem kamen, was uns – neben dem Bloggen – verbindet. Bei mir war es nicht ein Moment, sondern ein Prozess:

Die erste CD, die ich mir je von meinem eigenen Geld gekauft habe (und die keine Bravo Hits o.ä. war), war von Vanilla Ninja. Ich glaube, das Album hieß Tough Enough. Das Ziel war damals eigentlich, Songs zu finden, zu denen man Tänze choreographieren kann, für einen lokalen Talentwettbewerb. Ich konnte damals aber auch schon recht gut Englisch und fand daher Gefallen an den wütenden, traurigen und naturverbundenen Lyrics der toughen Mädels. Ich fand auch ihr Auftreten, diese ganze Aura, toll. Da steckte mehr dahinter als bei JoJo, Shakira und was sonst noch alles gerade modern war. Nicht nur die erste selbst gekaufte CD, auch die ersten auswendig gelernten englischen Lyrics waren rockig und alternativ: „In the Shadows“ von The Rasmus.

Meine beste Freundin damals war mit einem viel älteren Bruder aufgewachsen und verbrachte ihre Freizeit mit den Punks von der Gesamtschule während wir noch auf die Grundschule gingen. Sie brachte mir den Text bei.

Besagte Freundin verfiel mit Leib und Seele dem Emo Sein. Sie zeigte mir später also auch vieles im Bereich Screamo. Fast schon verliebt war sie in Emilie Autumn. Das war und ist nie meine Musik – dennoch faszinierten mich diese Charaktere. Fantasy ist für junge Mädchen ja eh was Besonderes. Werwöfe, Vampire, Herzschmerz – am besten noch al dente, nicht so weichgekocht wie Twilight… perfekt.

So, jetzt kommt das aller schlimmste Geständnis: Ich mochte US5 UND Tokio Hotel!!! #ohmeingott #howdoyoudarebitch

Ja, ich gehöre zu der Generation, die sich mit etwa 11 bis 16 Jahren in zwei Lager gespalten haben: Fans der überproduzierten Castingnasen von der Boygroup US5 vs. die alternativen, „tiefgründigen“ Mädchen, die Bill und Tom anhimmelten. Ich hatte damals wohl ‚ne Vorliebe für Dreads (…Izzy und Tom fand ich jeweils am besten), aber mir gefiel eben beides. US5 waren sorglos und tanzbar, sonnig und die Jungs in ihrer Reality Show ‚Big in America‘ unglaublich lustig. Ja, der Freizeitpark war nicht nur ein Freizeitpark, sondern auch noch ein Zoo!! xD #insider #outtakes #werhatdiedvd

Tokio Hotel waren anders und spannend, cool und exotisch. Ich mochte immer Kerle mit langen Haaren und Kajal um die Augen. Immer. Also kamen sie mir wie gerufen. Aber ein Hardcore Fan, der alle Texte konnte und viel Geld für Konzerte ausgab, war ich nicht.

Der nächste Protagonist: Adam Lambert.

Seine Person und Musik haben mich in der Pubertät ins Herz getroffen. Krass, dass ich ihn, Jahre später, zum ersten Mal ausgerechnet mit Queen auf der Bühne sehe. Es hat mich ein bisschen stolz gemacht, dass ich schon mit 15 einen guten Geschmack gehabt hatte. Die Queen Fans akzeptieren, ja lieben ihn zum Teil sogar. Es gibt im Moment auch kaum jemanden, der dem Paradiesvogel Freddie Mercury ähnlicher ist. Adam war jedenfalls der erste, der explizit dem Glam Rock angehört, mit dem ich mich näher beschäftigte.

Das war grob die Kindheit/Jugend. Natürlich habe ich nebenher lauter Bands oder einzelne Songs von ihnen gehört, die dem Heavy Metal, dem Hard Rock, der Emo Szene oder der sonstigen ‚schwarzen‘ Welt angehören. Ich habe nur nie darüber nachgedacht. Aber welcher junge Mensch liebt zum Beispiel nicht Linkin Park? Wer hört nicht gerne Queen? Oder Bon Jovi (alte und neue Songs)? Wer feiert nicht zu dem einen Megahit von Kiss, Van Halen, Alice Cooper?! Welches Mädchen in meinem Alter bewunderte nicht Avril Lavigne? Es war immer da.

So wie es heute bei mir ist, mit regelmäßigen Konzertbesuchen und Szenepartys, das kam erst nach dem Abi. Als ich mobil wurde und aus dem Kleinstadtkosmos rauskam. Bei uns in der Nähe gab es nichts an Festivals oder guten Livemusik Clubs. Hatte nie die Chance, was davon mitzubekommen. Eine kleine Katastrophe.

Eine gute Freundin machte mich aus heiterem Himmel auf die Band Kissin‘ Dynamite aufmerksam. Ich fand die Typen cool (an den Videos auf Youtube festgemacht), hatte aber keine Lust, mit auf ein Konzert zu gehen. Ich kannte Livekonzerte nur aus Erzählungen von Leuten, die sich Justin Bieber oder Rihanna oder so gegeben hatten. Gedrängel, überteuerte Preise, Playback, abgehobene Stars,… -.- Es hat etwas gedauert, bis ich doch mitwollte. Dieses erste kleine Eintagesfestival hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass ich von da an nichts Anderes mehr wollte.
Zuerst war ich oft bei Gigs von KD. Dadurch lernte man automatisch weitere Bands und Fans kennen. Axxis, Human Zoo, Eskimo Callboy, Feuerschwanz, Reckless Love, ich weiß schon gar nicht mehr alle. Viele davon persönlich und auf verrückten Aftershowpartys. In der Zeit schrieb ich fast jede Woche drei Albumreviews, wollte jeden interviewen, hunderte Fotos sammeln – ich nenne diesen Zeitraum #groupieage…

Und dann, eines Tages, eigentlich hatte ich zwei Tage später eine wichtige Prüfung, ging ich ganz alleine auf ein Konzert von Skid Row, Buckcherry und Santa Cruz in meiner Stadt, Mannheim. Von da an steckte ich mehr oder weniger in der Sleaze Szene fest. Mit Confess ging es weiter (bis nach Stockholm und in die Matrix) und von da an nur noch bergauf… oder bergab, je nach Sichtweise 😉 Feiern mit den Musikern wurde normal und nach und nach lernte ich fast alle wichtigen Bands, Fans und sonstigen Leute aus dem Bereich kennen.

In all der Zeit hat mich aber keiner mehr beeindruckt als: Nikki Sixx.

Ich habe zuerst ‚The Dirt‘ gelesen, dann erst alle Mötley und Sixx:A.M. Alben gehört! Ich habe mich also vor allem in seine Worte und Philosophien verliebt. Mittlerweile habe ich viel gehört und gesehen, live und auf Band – an Nikki kommt nixx ran!

 

Was mich auf alle Fälle interessiert: Wie war es bei euch? Erzähl mir deine Musik-Story.

 

Meine Geschichte findet ihr bei Karla the Fox

5 Kommentare

  1. Bei mir hat es auch mit „In The Shadows“ von The Rasmus angefangen. Kurz darauf habe ich in ihre Diskographie reingehört und bald nichts anderes mehr gehört als diese Band. 😀 Später kamen dann Bands wie The Used und Papa Roach dazu, bis ich irgendwann mit Heaven Shall Burn immer weiter zum Metal kam.
    An Gruppen wie Gruppe US5, Tokio Hotel oder irgendwelchen anderen gehypten Boygroups fand ich aber (zum Glück) nie Gefallen.

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  2. Ich bin groß geworden mit zwei älteren Brüdern, deren Musikgeschmack teils sehr konträr war.
    Der Älteste hört vor allem Metall, hat dann wiederum aber auch die Ärzte da stehen, Schröders, Fools Garden und…oha… PUR. Der zweite hörte erst deutschen Hip Hop (als der noch cool und lustig war, also zu den Hoch-Zeiten von Fanta 4 und Co), wechselte dann in die Elektro -Ecke (und das sehr laut), um nun eher im deutschen Rockbereich zu enden. Und ich? Bin beeinflusst von alledem. Mein Musikgeschmack ist breit gefächert, mir gefällt, was gut gemacht ist und wo Herz drin steckt. Ich kann zu (fast) allem Party machen, bei Schlager allerdings regt sich eher Widerstand, oder bei Heavy Metall, das ist nicht so tanzbar :D.
    Ich hatte eine Phase, in der ich die Kellys toll fand, war aber nie Hardcore Fan von irgendwem, denn das fand ich als Kind wahnsinnig albern (heute ists mir wurscht) und habe lieber weiter gehört, was mir gefällt und nicht, was andere mir vorschreiben wollten.
    Und das ist bis heute so, wobei weitere Stilrichtungen dazu kamen und guter Jazz mich genauso abholt wie guter Deutschrock. Das Leben ist bunt, und genau so halte ich es mit der Musik ^^.

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    • Zwei Brüder das war sicher manchmal anstrengend 🙂 Ich bin zwar auch etwas bunt, aber Rock ist bei mir halt täglich dabei … Ich wusste z.B. tatsächlich jahrelang nichts von Celinde Dion, Britney Spears oder Christina Aguilera … zumal ich jahrelang keinen Fernseher hatte und noch nie wirklich Radio gehört habe 🙂 Aber bei Jazz bin ich gerne wieder dabei und ich gestehe mir öfter einige Klassiknummern zu genehmigen wobei ich eher Beethoven und Bach Anhänger bin 🙂

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  3. […] Oh ja, Papa was a rollin Stone … Mit diesen Künstlern verbrachte ich also einen Großteil meiner Kindheit, weshalb es wohl kein Wunder ist, dass ich viele ihrer Songs auswendig kann, oder zumindest konnte, wozu allerdings auch eine kleine Zeitspanne von David Haselhoff begleitet wurde. Allerdings gab es bei diversen Festen, wie Neujahr zum Beispiel, aber auch schon mal ein wenig Pearl Jam, Metallica und Nirvana auf die Ohren, aus Tatis Anlage. Bis heute schickt er mir übrigens über Facebook Nachrichten mit tollen Konzertausschnitten aus einer Zeit in welcher ich noch nicht einmal lebte … Während die Pubertät nahte, gesellte sich Michael Jackson hinzu, manche sehen mich ungläubig an, aber mit Dirty Diana schießt er durchaus den Rockvogel ab, abgesehen davon war er meiner Meinung nach tatsächlich ein sagenhaftes Stimmtalent, gerne hätte ich mehr rockige Nummern von ihm auf die Ohren bekommen. Ich hatte keine Ahnung wer Take That waren, als ein Poster von Robbie Williams in meinem Zimmer hing, irgendwie hatte er mich mit Freedom gefangen, obwohl es überhaupt nicht rockig ist und dem Umstand zu verdanken, dass er in meinem Kopf wie Eugene Victor Tooms aus Akte X das Nest aussah, wobei ich das Buch las und die Folge im Fernsehen erst vor einigen Monaten, aufgrund eines Akte X Specials sah … Verzettelt … Aber … wie auch immer kam ich über ihn zu Joe Cocker und über dessen faszinierende Stimme und dem aufkeimenden Internet zu Motörhead, zum Leidwesen  der reiferen Version von mir. Lemmy brachte mich dazu, dreifach mitzusingen, laut, falsch und mit Begeisterung, solange bis ich ganz heiser war, dazu mischten sich übrigens Klänge von R.E.M, die soeben entdeckten Iron Maiden und Black Sabbath … Über letztere war die reifere Version von mir übrigens nicht erfreut, wegen der Fledermaus-Geschichte … Nickelback und Linkin Park gingen interessanterweise relativ spurlos an mir vorbei, zumindest mit den ersten Alben. Ich hatte Rob Zombie, wegen dem zweiten Teil von Mission Impossible, mit Scum of the Earth entdeckt, weshalb auch Limp Bizkit mich kurzzeitig nicht berühren sollten. Limp Bizkit ist witzig, für mich, die erste Nummer welche ich von ihnen hören sollte, war das Cover Faith, von ihrem ersten Album, den folgenden Sprung kann ich leider auch nicht mehr nachvollziehen, aber irgendwie landete ich dann bei Faith no More. In Berührung kamen Limp Bizkit und ich übrigens über das Skateboard fahren und einen starken Faible für BMX. Allerdings blieb ich vorerst eher dem Mission Imposible 2 Soundtrack treu und somit an den Foo Fighters, Pimps, Rob Zombie und Godsmack hängen, meiner Meinung nach haben ihre Titel viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten. Nun sind wir übrigens in der Zeit, in welcher Musik, genauer Rock-Musik, meine große Liebe werden sollte, zumindest bis der Galan auf der Bildfläche erschien, ich verband unglaublich viele Emotionen und Erinnerungen mit den Interpreten und vieler ihrer Werke, weshalb ich nun viele Künstler außen vor lassen muss, weil es sonst viel zu lange wird. Die Jahre vergingen, zwischenzeitlich hatten wir Satelliten Fernsehen erhalten und Serien wie Buffy hielten Einzug , erst über Charmed sollte schließlich Dishwalla meine Musiksammlung bereichern und mit ihnen Stereo Fuse (Everything) und Trapt  … dessen Sänger Namensgleichheit mit einem Rapper hat – Chris Brown. Bei einer nächtlichen Fernseh-herumschalt-Aktion, noch im Hause der Klogen, gab es irgendeinen Sender welcher nachts das neue Video von Seether präsentierte. Schwer war ich nun mit dem Dishwalla-Trapt-Seether Virus infiziert, zumal ich etwas mehr als früher die, eventuell vermeintlichen, Botschaften im Text heraushörte. Dieser Virus hält bis heute, obwohl ich die neuen Alben von Seether etwas … irgendwie … finde. Dazu gesellte sich, wegen der Königin der Verdammten, Marilyn Manson, welchen ich bis dahin gänzlich verschmähte und Disturbed. Manson kommt und geht, Disturbed blieb, obwohl ich dank Ö3, einem österreichischen Radio Sender ihr Cover Sound of Silence nicht mehr hören kann, was irgendwie ziemlich schade ist. Zurück in die Zeit kurz vor oder nach Erhalt meines Führerscheins: Irgendwann hatte ich allerdings die Nase, zumal von Trapt und Dishwalla nichts Neues mehr kommt, voll und eine spanisch geprägte Phase entstand, angefangen mit Gotthard Tu Passion, obwohl das Schweizer sind über Heroes de Silencio, Angeles de Infierno und La Vela Puerca Eine Beziehung ging zu Ende und ich widmete mich diversen Projekten, über welche ich eigentlich nicht gerne spreche, jedenfalls kam ich über diese Projekte zu Three Days Grace zu welchen ich wunderbar wütend und melancholisch sein konnte. Musik war zu dieser Zeit tatsächlich mein Leben, ich erlernte Instrumente und … Verzettelt … Alkaline Trio waren zu diesem Zeitpunkt ein ebenfalls sehr großer Einfluss, ebenso wie The Used … Puh jetzt kommen Erinnerungen hoch … und über eine Band kann ich nun gar nicht schreiben, ohne noch mehr zu verraten … Hmm ich erwähne sie dennoch, da es keinen Zusammenhang gibt: Seraphim Shock. Mit einer neuen Beziehung endete diese … Ära … wobei diese Beziehung zu den Klängen von Alter Bridge zu Ende ging, Shed my Skin. Während einem Date sollte ich Avenged Sevenfold kennenlernen, welchen ich neben dem Galan, derzeit stark die Treue halte. Allerdings sind diese durch viele österreichische Bands, welche wir gemeinsam erkunden durften, etwas gefährdet. Mittlerweile verbinde ich sehr viel zu den Werken von The Sorrow, Vinegar Hill und Veil of Decepiton … Wer hat mich nun verdorben? Die Wiege, Gefühle oder einfach nur die Liebe …? Meine Liebesgeschichte auf ihrem Blog –> COME TO THE DARK SIDE – WE HAVE GOOD MUSIC […]

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