Seppo packt meinen Koffer

Es scheint ein Tag wie jeder Tag, als ich am 11 August nach Hause komme und neben meinem Laptop in der Küche acht Gegenstände, oder doch Utensilien finde, ich verdächtige prompt den Galan, befindet sich doch ein Nasenhaartrimmer darunter …

Etwas genervt lasse ich diese liegen, schalte meinen Laptop ein und begebe mich mit den hündischen Damen des Hauses nach draußen zu unserer halben Stunde ausgelassenem Gartengetobe. Wieder im Knusperhäuschen setze ich mich an meinen Laptop, melde mich bei Facebook an und soll hier nun den Grund für das Auffinden dieser Gegenstände finden.

Seppo, Autor des Seppologs und ehrenwertes Jurymitglied für die Seppo-Blog-Auszeichnung 2016, hat Runde drei im Kampf um selbige gestartet, da er ein Doppelleben in einem Raketenforschungszentrum führt, dürfte er hiermit nebenbei die Frage beantwortet haben, ob Beamen mittlerweile möglich ist.

Aufmerksam lese ich seine Anweisungen, schnappe mir meinen liebsten Rucksack und packe die mir zur Verfügung gestellten Gegenstände ein und stelle, teilweise spät, fest Seppo hat an jede Eventualität der Reise gedacht.

Mit besagten Nasenhaartrimmer, kann Mann und Frau Problemlos seine Gesichtshaare während der Reise in Fasson halten, oder eben fassonieren. Aber auch anderes wie ich später feststellen soll.

Eine Duftkerze ist immer gut, spendet sie doch Licht und der richtige Duft hält lästige Sauginsekten fern, oder soll sie zumindest fernhalten.

Etwas verwundert bin ich über die Tür außerdem stehe ich vor dem Rätsel wie ich sie in meinen Rucksack bekommen soll, bis ich merke das sie sich sparsam zusammenfalten lässt, die ist sicher aus dem Teleshop, da ist alles platzsparend zusammenklappbar. Denke ich bei mir.

Auch an Unterhaltung hat er Gedacht in Form eines H&M Kataloges, dass sich dahinter ein ganz anderer Geniestreich versteckt, bemerke ich auch erst etwas später.

Der Chapeau Claque, also der faltbare Zylinder erfreut mich besonders, die Krempe aus Schellack ist perfekt dafür geeignet den Hut, in flacher Form, als Frisbee oder Wurfgeschoss zu verwenden. Mit der richtigen Technik also auch als Bumerang … Dumm nur, dass ich die richtige Technik (noch) nicht drauf habe …

Den Volleyball-Schläger, ein überdimensionaler Tennisschläger, zumindest was den oberen Teil angeht, muss ich wohl mit selbigen, den oberen Teil, aus dem Rucksack raussehen lassen.

Die Landkarte von Tasmanien verwirrt mich, da will ich doch gar nicht hin, aber sie wird schon einen Nützen haben.

Dann erspähe ich es, ein geheimnisvolles Kästchen, ich kann nicht anders ich muss hineinsehen, lache herzhaft, schließe es und packe es ein.

Nachdem ich mir noch mein Taschenmesser, oder Swiss-Tool, eingepackt habe geht es los, natürlich nur mit hündischen Damen des Hauses und einer Nachricht für den Galan, dass ich mich auf Seppedition befinde … nachdem ich feststelle das Sexpedition wohl nicht so gut bei ihm ankommen würde …

Zwei Tagesmärsche stehen mir auf meinem Weg zum Himmel bevor, nicht den Himmel aber dennoch Himmel. Ziemlich bald haben die hündischen Damen des Hauses und ich die Straßen und den Lärm hinter uns gelassen und bewegen uns entlang der Donau weiter.

Unser Nachtlager schlage ich etwas abseits der Donau in einem Wäldchen auf, mein Taschenmesser bereitet uns hierbei gute Dienste. Mit Ästen und Blättern bereite ich uns eine Art Tipi und Betten, dank des Feuersteins kann ich, später, für etwas Licht sorgen.

Der Volleyballschläger sorgt für unser Abendessen, mit ihm ist es ein leichtes, Fische aus der Donau zu holen. Einige Zeit nach dem Abendessen ruft die Natur und nun finde ich die perfekte Verwendung für die Blätter aus dem H&M Katalog.

Trotz der Duftkerze muss ich einige Sauginsekten mit dem Nasenhaartrimmer abwehren, wofür er tatsächlich erstaunlich gut geeignet ist, ich fühle mich wie mit einem Laserschwert.

Bald soll sich mir nun auch der Grund für die Tür erschließen, trotz hündischer Damen des Hauses beschleicht mich zu fortschreitender Stunde Unbehagen, mit der Tür lässt sich unser Tipi perfekt verschließen, wodurch auch insektizides Getier draußen bleibt. Oh ja, mit Tür ist alles gleich viel besser.

Grübelnd sehe ich mir vor dem Löschen des Lichts die Karte von Tasmanien an und erkenne schließlich den Unterhaltungswert darin. Ist die Landmasse doch etwas geformt wie ein Bart nennt sich die Hauptstadt von Tasmanien auch noch passend Hobart. Leicht zu erheitern, wie ich meist bin, lache ich mich in den Schlaf.

Der Zylinder verschwand übrigens in der Donau, nachdem ich ihn vorerst zum runterschlagen, oder Schneiden, von Äpfeln und Zwetschken nütze und später den hündischen Damen des Hauses einige Male zum Spiel geworfen hatte …

In den späten Nachmittagsstunden des folgenden Tages erreichen wir müde, aber zufrieden den Himmel und obwohl es nicht der Himmel ist, weiß ich ganz genau wo ich sie, oder ihn, oder es hier finden kann … die himmlische Obrigkeit, auch unter dem Synonym Gott bekannt.

Wir lassen uns im Schatten eines Baumes, neben ihm, oder ihr, oder es nieder und warten darauf das er, oder sie, oder es das Wort an uns richtet.

„Viel Zeit ist vergangen seit Du das letzte Mal hier warst“, ein Vorwurf? Eine Feststellung? Ich weiß es nicht.

„Mhm…“, antworte ich knapp. Er, oder sie, oder es, streichelt den hündischen Damen des Hauses über den Kopf.

„Du befindest dich auf Seppedition. Er unterhält sich, übrigens, deutlich öfter mit mir.“, ich erkenne weibliche Züge in dieser unterschwelligen Andeutung.

„Das mag stimmen, aber ich habe dir heute etwas mitgebracht.“, entgegne ich und erkenne in meiner versuchten Beschwichtigung nun männliche Züge.

„Im geheimnisvollen Kästchen?“

„Woher weißt du … ?“

„Ich könnte nun sagen Gott und ich wissen alles …“, ein schlagendes Argument.

„Das heißt du kennst deine Überraschung schon?“, frage ich enttäuscht.

„Nein, ich kann mein Allwissen auch hintenanstellen, wenn ich überrascht werden soll.“, klingt logisch.

Wortlos überreiche ich ihm das Kästchen. Zaghaft öffnet er es und ich überlege ob die himmlische Obrigkeit überhaupt jemals wirkliche Überraschungen bekommt.

„Meist ist es dasselbe …“, sagt er, oder sie, oder es, plötzlich „… dieselben Gebete, dieselben Danksagungen … dieselbe Monotonie wie in jedem Job.“

Nach einer kleinen Ewigkeit ist der Deckel endlich geöffnet, er, oder sie, oder es lacht „Warum bringst du mir ein Bild von Justin Bieber?“

„Er ist ein Symbol“, antworte ich kurz, vermutlich um die Spannung aufzubauen.

„Ein Symbol wofür?“

„Ein Symbol für alle Teenie-Idole da draußen …. Weiß du, über dich darf man sagen und schreiben was man will, aber Gnade dir Gott du machst dasselbe mit Justin Bieber ….“

 

Die tollen Geschichten anderer nominierter Blogger für Runde 3 findet ihr hier

34 Kommentare

  1. Ui, ich glaube jetzt sollten wir wieder etwas runterkommen, bitte „beflegelt“ Euch doch nicht wegen diesem Beitrag, oder mancher Wortkreationen von mir. Manchen gefällt er, manchen nicht, dass ist so auch ok.
    Warum ich den Titel so gewählt habe, habe ich „oben“ kurz erklärt. Zitat: weil er für die SBA2016, genauer Runde 3, eben im Sinne des Spieles ich packe meinen Koffer verschiedene Gegenstände, wie eben Nasenhaartrimmer, Zylinder, etc … schon vorgegeben hatte …

    Wäre dieser Artikel nicht von mir hätte ich ihn z.B. aus der Feder von Seppo oder ähnlich genannt – wie ich es tue wenn ich etwas vom Galan veröffentliche …

    Gefällt 3 Personen

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