Vienna Core Fest, oder: wie konnte ich mir das bisher nur entgehen lassen?

Quasi erst soeben von den Dedications erfahren und mich an ihrem Debüt-Album erfreuend, laden die freundlichen Jungs uns zum Vienna Core Fest ein …

… wir sagen zu. Unwissen das wir einigen Irrtümern unterliegen, vorerst bin ich mir nach kurzer Google-Recherche sicher das Vienna Core Fest ist im Gasometer, was absoluter Schwachsinn ist, es findet in der Szene statt, wie es dazu kam? Gute Frage, ich bin weiblich, wenn ich links und rechts nicht unterscheiden kann … und beide sind Veranstaltungshallen im 11. Wiener Gemeindebezirk.

Der zweite Irrtum betraf dann nicht mich, sondern den Galan, selbiger hatte sich mit dem Termin für die jährliche Literaturveranstaltung, für welcher er fleißig mitschreibt und wo er schließlich vor einer Jury, bestehend aus drei angesehenen Autoren bestehen muss, vertan. Die Literaturveranstaltung und das Vienna Core Fest sollten am selben Tag stattfinden … Was mich kurzzeitig schon etwas in die Zwickmühle brachte, gerne hätte ich den Galan begleitet, aber ich hatte schon versprochen auf das Konzert zu gehen …

Lange Einleitung, kurzer Sinn: unser Supermannfreund Max musste schließlich einspringen, diesmal nicht als Hunde- aber als Pixiesitter …

Die erste Band des Abends I Watch Mountains Grow verpasse ich leider aufgrund einer unerwartet langen Parkplatzsuche und einem kurzzeitigen Orientierungsverlust. Vielleicht hört ihr dennoch kurz in ihren Song … and Footsteps of a Spaceman hinen? Ein interessanter und abwechslungsreicher Titel, mit Klargesang und Screams … Das Video nimmt allerdings eine überraschende Wende, ala Scream.

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Als Max und ich die Szene betreten, spielen Dedications bereits. Schnell huschen wir hinein, der Saal ist nicht voll aber dennoch gut gefüllt, nicht schlecht für die zweite Band des Abends. Ich finde sie Live tatsächlich etwas besser als auf dem Album, die Songs, welche ich nun von ihnen kenne, sitzen perfekt. Interessant das dies der Sänger, wie ich später in einem kurzen Plausch erfahre, etwas anders eingeschätzt hat.

Einige Tage vor der Veranstaltung mussten sie, aufgrund der kurzen Spieldauer von 30 Minuten, entscheiden ob sie Wardrums oder Colors aus dem Set streichen. Fast gemein, Colors eröffnet ihr Debüt-Album, eine gute Wahl, da er ein starker Titel ist, was Wardrums aber eben auch ist … Es wurde Wardrums, demokratisch von der Fangemeinde gewählt.

Ich habe es gewagt über ihr Debüt-Album, Memories, gestern eine kurze Review zu schreiben, schaut doch kurz rein und lest welcher Song Ohrwurmpotential hat, auf ihrer Homepage findet ihr dieses zum Download für einen Euro und für vier Euro als „Hardware“.

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Die nächste Band, Across the Element, kennen wir bereits vom Feel the Noise Festival, es ist jene Band die mit ihren Fans und Freunden in einem Party-Bus, gemeinsam aus Wiener Neustadt anreiste.

Gab es während ihrem Auftritt am Feel the Noise Festival kaum noch Platz, ist es nun am Vienna Core Fest, zu Beginn, etwas leer. Schade, vergleiche ich die Auftritte, war gestern der Stärkere, zumal sie auf der Bühne etwas mehr Platz hatten. Aber immerhin konnte ich, dank der anfänglichen freien Platzwahl eine ziemlich interessante Tanzaktion eines Fans, filmisch, festhalten.

Across the Element präsentieren heute Abend ebenfalls ihr Debüt und das neben der tollen Show mit Witz und Charme. Frei zitiere ich den Sänger

Wenn ihr uns nicht nur für alte Idioten haltet, die hier irgendwie Musik machen, dann kauft doch unsere CD.

Schaut doch einfach selbst in Eternal Silence hinein, dass Video wurde am Feel the Noise Festival gedreht. So könnt ihr Euch gleich doppelt überzeugen lassen, von der Musik und der Bühnenshow.

Am 21. Oktober könnt ihr Across the Element übrigens in der Arena Nova in Wiener Neustadt live erleben.

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Bei Tales of a Novelist ist der Saal voll, als erstes fallen mir die zwei Sänger ins Auge. Die Band, welche kurz vor ihrem Auftritt noch etwas herumfeixte, wie man ihrer Facebook-Seite entnehmen kann, legt ganz schön los.

Verschnaufpause? Fehlanzeige, sowohl bei der Band als auch bei den Fans. Leider muss ich bei ihrem Auftritt einige Minuten nach Start kurz aufgeben, ein mulmiger Magen plagte mich seit dem Mittagessen und nun brauche ich frische Luft. Erst zu den letzten drei Nummern kann ich wieder hineingehen und so wie es für mich aussieht, hat hier eine Non-Stopp Party stattgefunden. Ich bin etwas verärgert, da mich das Gefühl beschleicht eine gute Show verpasst zu haben.

Ihr neues Musikvideo zu ihrem Song Shattered ließ und lasse ich mir allerdings nicht entgehen.

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Das Bild ist schlecht – ja – aber es musste einfach hinein

Man möge mir nun eine verbale Entgleisung verzeihen aber die vorletzte Band des Abends, Bloodshed Remains, kann man Live nur schwer beschreiben … Holly Molly … Boah … Wow … Woah … beschreibt es wohl am besten.

Viele Besucher sind noch draußen, als Bloodshed Remains zu spielen anfangen, also nutzt der Sänger kurzerhand den freien Raum vor der Bühne um sich auszutoben und mit jeder fortschreitenden Minute der Show stellt man fest, die sind wie Duracell Häschen, einmal aufgezogen hören sie nie wieder auf.

Sänger und Band halten das Tempo welches sie in den ersten Minuten vorlegen bis zur letzten Sekunde durch. Zwischen den Songs liefern sie einen echt guten Schmäh, wie man in Österreich sagt. Sie sammeln Sympathiepunkte auf ganzer Linie.

Gegen Ende stürzt sich der Sänger von der Bühne noch in einen Circlepit … Jungs ich bin platt! Es war der Wahnsinn Euch zuzusehen! Meine neue Kamera ist wirklich gut, aber selbst mit Schnellauslöser und Sportmodus konnte sie Euch kaum scharf festhalten, weil da einfach so viel Bewegung war. Euer Auftritt ist in meine diesjährigen Top fünf, oder gar drei.

Für die Leser aus Deutschland am 29.10 werden sie die Erthalhalle in Untertal zum Beben bringen.

Seht doch in Bright Lies hinein, ich denke dieser Titel samt Video repräsentiert die Band sehr gut.

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Der Headliner des Abends Dystrust, sind mir nicht ganz unbekannt, was kaum verwunderlich ist, wenn man sich ein wenig für die Musik aus dem eigenen Lande interessiert und der härteren Gangart der Musik zugeneigt ist.

Zum zweiten Mal an diesem Abend bin ich etwas verärgert, da ich in der Hoffnung gute Aufnahmen zu erhaschen relativ stillstehen muss, das machen mir Dystrust, welche heute ebenfalls ihr neues Album präsentieren, nämlich ganz schön schwer.

Alles sitzt perfekt und als ich schließlich, aufgrund meines Magens, nach einer halben Stunde aufgeben muss, bin ich ziemlich enttäuscht, ich bin sicher Dystrust haben der Menge noch ganz schön eingeheizt.

Hört doch noch in ihren Song Ressistance hinein.

Fotos und Videos von mir …

Viel bessere Fotos bei Freakshot Photography, diese Kamera war wohl nicht mit Bloodshed Remains überfordert … und bei FFS Boo-Kings & Management

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