Military Style oder: This Means War wie A7X sagen würde

Es ist Rocktober, dort draußen und auch hier am, oder im, Blog. Somit beschloss ich sämtliche Artikel in diesem viel zu schnell endenden Monat einem bestimmten Musikgenre zu widmen. Wie passt dies jetzt mit einem Modebeitrag zusammen? Nun, zu einem habe ich bereits in der Überschrift einer meiner Lieblingsbands zitiert und zum anderen möchte die Modewelt rocken, …

… oder zumindest so aussehen. Letztens wollte mir ein Modemagazin doch tatsächlich verkaufen, dass Braut zum Rockstar wird, wenn sie zum Brautkleid eine Lederjacke trägt …?  Die Lederjacke ist nun nämlich kein Zeichen der Rebellion mehr, sondern ein Zeichen jenes Musikgenres von welchem die meisten Fashionistas dann doch kaum Ahnung haben.

Vermutlich deshalb muss dann die Kleidung rocken und derzeit am besten im Military-Style. Nun sind wir auch bei der Kampfansage, welche übrigens und selbstverständlich nicht ernst gemeint ist, ich kämpfe nun nämlich um meine Anerkennung als Trendsetter.

Military-Jacken und Mäntel sind diesen Herbst und Winter, offenbar, das neue Muss-Ich-Haben. Persönlich musste ich es schon vor einigen Jahren haben, ich glaube bereits 2011, wobei sich die Suche nach passender Kleidung übrigens durchaus schwierig gestaltete.

Die Schattenseiten des Trendsetters, in jenem Moment in welchen er einen Trend erkennt, gibt es ihn noch gar nicht.

Nachdem ich also relativ viel im Military und Uniform-Style habe, da gibt es nämlich einen Unterschied, starte ich This Means War von Avenged Sevenfold und rocke mein Fotoshooting für Euch und nachdem ich mich nun eben als Trendsetter sehe, verzichte ich auf die Styling-Regeln des Modemagazines, welches (Überraschung) mal wieder von Overknees schwärmt.

Ob ich davon ein Making-Off Video online stellen sollte? Die rausgenommenen Szenen wären fantastisch. Ich sage nur Gesichtslandung ….

Beginnen wir mit dem Military-Style und erfahren gleich warum das Modemagazin zwar Military-Style schreibt, aber dann doch Uniform-Style meint. Wenn ich an das Wort Militär denke, sehe ich Männer welche Olivgrüne Kleidung tragen, mit derben Kampfstiefeln, Helme mit Sträuchern geschmückt und natürlich Tarnfarbe.

Denke ich an die englische Form dieses Wortes, sehe ich Camouflage vor mir in Erdtönen gehalten, Blau wäre die Navy und somit vermutlich dann Navy-Style.

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Mehr ist mehr oder? Also trägt man zur Camouflage Jacke natürlich Camouflage High Hells Heels, passend zu dem soeben kraftvoll gesungenen This Means War, aus M.Shadows Mund, wähle ich Stiefel mit Patronengurt.

Beim Ausziehen selbiger soll es mich schließlich schön der Länge nach hinlegen, ich verinnerliche das Thema, ergreife meine Chance und robbe auf die Couch zu, wo die restlichen Klamotten auf ihren Auftritt vor der Kamera warten, die hündischen Damen des Hauses finden das so toll das sie gleich mitmachen.

 

Tatsächlich meint das Modemagazin aber die schönere Variante davon, welches man dann, zumindest beim Militär, als Ausgeh-Uniform bezeichnet. Charakteristisch hierfür sind dann Schulterschlaufen, Verzierungen an den Ärmeln und natürlich den Knopfreihen auf beiden Seiten.

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Hier kann ich mit gewaltig Kleidungsmaterial auffahren und ärgere mich soeben ein wenig mehr, dass mein schöner langer Mantel, in beschriebenem Stil, soeben sein Dasein in einer Reinigung fristet. Vor einigen Jahren ergatterte ich selbigen erst, als der Winter schon beinahe vorbei war. Auch meine Gilet mit dem tollen viktorianischen Kragen in diesem Stil scheint im Schrank verschollen, zumindest hängt es nicht dort wo es sein sollte.

Ich merke es nun gleich an, auch dem barocken oder eben viktorianischen Stil bin ich seit geraumer Zeit verfallen …

Persönlich bevorzuge ich tatsächlich sogenannte Boleros und Jäckchen im Uniform-Stil für das Büro, aber natürlich auch zum Ausgehen in den Viper Room, wo passend Rock zu meinem aufgerockten Outfit gespielt wird. Aber auch für Besprechungen oder Firmenfeiern greife ich gerne auf Blazer im Uniform Stil zurück, wie man diesem Beitrag bereits entnehmen konnte.

Hm, nun fehlt die Styling-Regel, aber ich habe es auch nicht so mit Reglementieren, ich trage gerne meine „Reisverschluss-Hose“, welche man hier einige Male sehen kann, oder eine Uniform Hose (siehe Bild oben), wie gesagt mehr ist mehr. Aber normale Bundfaltenhosen tun es natürlich auch und passen meiner Meinung nach sowieso am besten zu Uniformen.

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Unter diesem Jäckchen trage ich normalerweise ein schwarzes Tanktop, so wie man es bei den oberen Bildern sieht, warum ich mich für mein graues Schlabbershirt samt Ölfleck für dieses Foto entschied …?

Uh, wird das jetzt ein neuer Trend? Ölflecken auf der Kleidung? Da hab ich nämlich auch einiges zu Hause, offenbar sind Ölflecken nämlich Waschmaschinen-resistent …

 

 

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Meine liebsten Schuhe für diesen Stil kann ich nicht beschreiben, deshalb gibt es auch ein Foto von ihnen. Zugelegt habe ich mir diese, so wie viele meiner Blazer, Boleros und Jäckchen, in mehreren Farben.

Nun stelle ich selbst erst beim betrachten des Fotos fest, dass diese Schuhe ohnehin etwas an Militär-Schuhe erinnern, nur mit Absatz hinten dran … Eine nicht zu unterschätzende Waffe, vor allem für die eigenen Knöchel, oder auch den restlichen Körper bei Schnee und Eis.

 

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Trendsetter und Mixer wie ich bin griff ich um den Nachthemd-Trend gerecht zu werden übrigens schon zu dieser, rockigen, Uniform-Jacke.

Womit wir bei der wärmenden Kleidung, außerhalb von Büro und Zimmerwänden angekommen wären. Gezeigte Jacke trage ich nicht nur über Nachthemden, sondern auch gerne bei Konzerten.
Klischee ist alles.

 

 

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Der Wintermantel befindet sich noch immer in der Reinigung, frieren werde ich dennoch nicht. In der Übergangszeit, in welcher wir uns ja eigentlich befinden, greife ich gerne zu dieser Jacke, meist mit Hoodie darunter, da mir der Kontrast, nicht nur der farbliche, zusagt.

 

Obwohl ich von Trendsetter und Krieg sprach, muss ich natürlich zugeben, dass dieser immer wieder aufkeimende Trend natürlich deutlich älter ist als ich und eigentlich einen traurigen Hintergrund hat. Im zweiten Weltkrieg und natürlich danach, hatten Männer und Frauen nicht viel Auswahl was ihre Kleidung betraf, so begannen beide Geschlechter Ausgeh-Uniformen zu tragen, vor allem die Damen griffen gerne zu den Ausgeh-Trenchcoats des Militärs, tatsächlich hatten diese Mäntel schon damals den Stil nach welchem sich nun Fashionistas verzehren.

Später kam dieser Trend auch in Amerika auf, als Protest während dem Vietnam Krieg und keimt seit dem immer wieder auf, nicht wegzubekommen, ebenso wie Animalprints und Rock …

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