Freunde finden für Hundehalter

Hunde und Katzen sind so eine Sache, entweder man mag sie oder man mag sie eben nicht. Pustekuchen, ich mag nämlich Beide und hielt auch schon beide Gattungen, allerdings noch nicht parallel.  Aber darum geht es nicht, heute dreht sich alles darum wie man sich als Hundehalter ganz sicher beliebt macht, wie die Überschrift bereits verrät …

Grundsätzlich hatte ich in die erwähnte Thematik einen anderen Einstieg gewählt, auf diesen verzichte ich nun allerdings, da wohl jener geplante Satz, welchen ich nun erst später so beiläufig wie möglich einstreuen werde, Zündstoff bieten könnte und davon hatte ich diese Woche schon genug.

Hinterlassenschaften

Beginnen wir also mit dem Fundamentalsten, dem Gassi gehen, Hund muss und soll sich erleichtern, im besten Fall außerhalb der heimischen oder fremder vier Wände und somit in der Natur. Gerade umgezogen und noch keine Bekanntschaften geschlossen? Die Nachbarschaft weiß einen sicher zu schätzen, wenn man seinen vierbeinigen Liebling das Beinchen an einem fremden Auto oder Zaun heben lässt, zumal die Flüssigkeit welche Mensch und Tier verlässt nicht ätzend ist und keine Schäden an Lack, Felgen oder sonstigen hinterlässt. Unangenehme Gerüche entstehen dadurch ja auch nicht.

Entfernung der großen Hinterlassenschaft, nein das ist nicht nötig, schon gar nicht in einem Grünstreifen, vor welchem Autos parken oder in einem Park, in welchem Kinder sich natürlich nur innerhalb der asphaltierten oder befestigten Wege aufhalten.

Man wohnt in der Stadt und der vierbeinige Liebling hat Durchfall? Ein Notfallhundeklo in den eigenen vier Wänden ist natürlich absolut nicht artgerecht und wenn man ohnehin die Leine in der Hand hat kann man natürlich keine Wasserflasche, zum wegspülen der Hinterlassenschaft mehr mitnehmen… Mit einem Vereisungsspray werden die Taschen natürlich auch zu schwer.

Begegnungen

Nicht zu unterschätzen sind die Bekanntschaften welche durch unachtsames Verhalten des Hundehalters, während dem Aufenthalt in freier Natur, entstehen. Da der Hundehalter keine Angst vor Hunden hat besteht kein Grund zur Annahme das ein Spaziergänger, Jogger, Läufer, Radfahrer oder sonstiger Naturverkehrsteilnehmer Angst vor dem vierbeinigen Liebling haben könnte. Klar lässt man den vierbeinigen Liebling hinlaufen und schnuppern was da Leckers auf der Picknickdecke liegt, oder sich etwas austoben, indem man ihn einen anderen Menschen, am besten einen Jogger oder Radfahrer, ein Stück begleiten lässt.

Einfach „Der-Tut-Nix!“ hinterherrufen, dass entschärft jede Situationen und schafft beim Gegenüber umgehend ein Gefühl von Sicherheit.

Der unangeleinte Hund besucht einen Sportler, welcher soeben an einer Barkbank oder entlang eines Sportpfades Übungen absolviert? Kein Problem, natürlich ist jedem Menschen ausreichend bekannt, wie die Körpersprache eines Hundes zu lesen ist und in welcher Gesinnung ihn der Hund nun aufsucht und wie er sich nun zu verhalten hat … Ich wiederhole mich: Angst hat natürlich niemand vor Hunden, wozu also nun der Bitte nachkommen seinen Hund abzurufen und anzuleinen?

Leinen, Halsbänder und Brustgeschirr, oder ein simpler Abruf, sind ohnehin überbewertet und dienen keinem höheren oder gemeinschaftlichen Zweck.

Perfektioniert wird der Verzicht auf die Leine, welche wohl mehr als überdimensionale Halsketten für den Hundehalter dienen, dadurch, dass der Hund natürlich nicht auf erwähnten Abruf hört, oder das simple Kommando Fuß beherrscht.

Selbstverständlich hat ein, einem entgegenkommender Hundehalter keine Ahnung über das Verhalten seines vierbeinigen Lieblings, dass er seinen Hund anleint, oder an der kurzen Leinen führt und vielleicht sogar etwas in die Botanik ausweicht, je näher man selbst mit seinem unangeleinten Hund kommt, ist schlichtweg damit zu begründen, dass er ein asozialer Spielverderber ist und sein Tier nicht artgerecht hält oder auslastet.

Hunde sind nicht territorial, selbstverständlich liebt jeder Hund alle Hunde welche sich in seinem Revier befinden. Somit ist es natürlich überhaupt kein Problem seinen ungangeleinten Hund, trotz deutlichem Meideverhalten des anderen, ungehindert hinlaufen zu lassen. Wenn man nun noch den meidenden Hundehalter beschimpft, oder Erziehungstipps gibt, wenn nun der Hund ebenfalls deutlich gezeigt hat, dass er auf den Kontakt mit Tut nix der vierte keinen Wert legt, ist einem eine Freundschaft für viele Jahre sicher.

Besonders tolle Freundschaften entstehen übrigens, wenn man seinen unangeleinten Hund einfach von hinten, auf einen fremden Hundehalter mit fremden Hund, rankommen lässt. Wer erschreckt sich denn schon, wenn plötzlich jemand oder etwas von hinten kommt? Zum Beispiel wenn man sich abseits eines Weges, auf einer Lichtung, in die Wiese gesetzt hat und den Ausblick genießt … Richtig, niemand, weder Mensch noch Tier.

Hundesprache

Selbstredend ist es auch nicht angebracht, dass Verhalten seines eigenen Hundes zu reflektieren, in Hundesprache ist es natürlich total höflich geradlinig und mit hoch erhobenen Kopf, im besten Fall auch hoch erhobener Rute und fixierten Blick, auf einen unbekannten Hund zuzulaufen, dass finden natürlich nur asoziale Hunde nicht toll.

Wenn nun Tut nix der vierte, so auf einen fremden Hund zuläuft und dieser ihm zeigt das er auf seinen Kontakt keinen Wert legt, braucht man Tut nix der vierte natürlich auch nicht abzurufen, wozu auch?

Ach, wenn er jetzt mit vollen Karacho gegen den anderen Hundehalter läuft, ihn dabei fast umnietet und sich schließlich in dessen Jacke verbeißt, muss man selbstredend auch nicht eingreifen, einfach am Wegesrand stehen bleiben und zuschauen. Wehrt sich nun der andere Hundehalter um von Tut nix der vierte seine Jacke zerlegt zu bekommen, oder verletzt zu werden, beschimpft man ihn natürlich, am besten natürlich ohne jegliches Niveau, immerhin hat der arme Tut nix der vierte ja nun gejault …
Besagter Fall wurde mir heute zugetragen, wäre mir das mit den hündischen Damen des Hauses passiert, hätte ich Tut nix der vierte nicht nur hinter dem Ohr gekniffen, wie es der andere Hundehalter tat …

Ernsthaft

Nun werde ich, gegen Ende, etwas ernster. Zumal Weihnachten vor der Tür steht und der Partner, oder das Kind, sich schon so lange einen Hund wünschen.

Mit einem Hund zieht eine große Verantwortung mit ein, nicht nur in den heimischen vier Wänden und im Familienverband, sondern und besonders außerhalb der eigenen vier Wände.

Als Hundehalter muss man seinen Hund so führen, dass er andere nicht beschränkt oder gefährdet, kein Hund wird daran sterben, wenn er bei einem Spaziergang mal keinen kompletten Freilauf bekommt, sondern mit einer Lauf- oder Schleppleine innerhalb des Wirkungskreises des Hundehalters bleibt. Besonders wenn der Abruf nicht reibungslos klappt ist es für den eigenen vierbeinigen Liebling so gar sicherer.

So beiläufig wie ich dachte kann ich und möchte ich es gar nicht einstreuen, kopflos und unachtsam mit einem Hund, selbst einen Chihuahua, hinauszugehen ist als würde man mit einer geladenen Waffe unachtsam hantieren oder betrunken Autofahren.

Niemand ist perfekt und jedem unterlaufen Fehler, hat man das Verhalten des eigenen Hundes falsch gedeutet und der Hund verhält sich, wie zum Beispiel im letzten Fall beschrieben, respektlos und gefährdend für eine andere Person, oder Tier, ist eine Entschuldigung und keine Beschimpfung angebracht.

 

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