Das war die All Austrian Metal Night #13

Alle guten Dinge sind dreizehn, dies kann ich für mich nach gestern Abend getrost behaupten. Es begann damit das der Galan und ich erstaunlich pünktlich im Replugged, welcher sich im siebten Wiener Gemeindebezirk befindet, ankamen und sollte damit enden, dass ich einen Kieferorthopäden aufsuchen muss um mein Lächeln wieder abschrauben zu lassen …

Vorerst widmen wir uns aber Grundsätzlichem, die All Austrian Metal Night wird vom gleichnamigen Verein veranstaltet, gegründet um heimischen Bands das zu bieten, was die heimischen Medien ihnen teilweise kaum bieten, die Möglichkeit sich und ihre Musik dem Publikum zu präsentieren.

Da der Galan gerne galant ist, möchte er mir, nachdem wir uns in das Untergeschoss des Replugged begeben haben, den Vortritt in den Konzertraum lassen. Nicht gut, da ich dazu neige meine Schüchternheit damit auszudrücken, hinter einer größeren Person einen Raum zu betreten. Unser folgendes kurzes Du-gehst-vor-Tänzchen, sorgt für dezente Erheiterung, der anderen Anwesenden.

Nach einer kurzen und sympathischen Ansage von Andreas Fenz, dem Obmann des AAMN, betreten Tales of a Novelist pünktlich die Bühne, ich freue mich sie heute wiedersehen zu dürfen nachdem mir bei ihrem letzten Auftritt, in der Szene Wien, mein kränkelnder Magen einen Streich spielte.

Heute ist es das Mikrophon welches einem der Sänger, bedauerlicherweise, einige Streiche spielt. Die Laune lassen sie sich davon allerdings nicht verderben. Ziemlich bald weiß ich nun sicher, dass ich letztens, in der Szene, einige gute Songs verpasst habe.

Metalcore ist dank Darkest Hour (welche ich diesem Genre aber nicht unbedingt zuordnen würde), August Bruns Red, Heaven Shall Burn, Caliban aber auch Killswitch Engage relativ beliebt. Das Problem dabei, bei eher unbekannteren Bands dieses Genres, immer dieselben Riffs und Melodien.

Nicht so bei Tales of a Novelist, welche dann doch erfrischend eigenständig klingen. Kein Wunder das sie sich die Unterstützung von Daniel Fellner, bekannt von Seiler und Speer, sichern können. Hörbar ist diese in ihrem Song Observation.

konig-des-guten-geschmaks

Kurz vor Street to the Ocean erheischt ein junger Mann, gänzlich in Rosatönen gekleidet – was auch seine Converse einschließt, meinen Blick. Schnell soll er sich als der Bassist der Band herausstellen, womit diese gleich mal Sympathiepunkte erntet, exakt mein Humor, zumal sein T-Shirt verkündet das er der König des guten Geschmackes ist.

Die Jungs, welche schon für Motionless in White eröffnen durften und gestern erst in München waren, geben alles. Ob es noch Probleme mit einem der Mikrophone gibt kann ich gar nicht sagen. Der Sänger interagiert auf der Tanzfläche mit den Fans und heizt selbigen dabei schön ein.

Auch die auf der Bühne verbliebenen Jungs nutzen den etwas spärlichen Platz gekonnt aus, teilweise unterliege ich einer kurzen Reizüberflutung, da ich nicht weiß wo ich als nächstes hinsehen soll. Dennoch wirklich Top. Die Songs funktionieren gut. Persönlich hat es mir derzeit Black Night recht angetan.

Trotz der Show haben sie noch ein weiteres Highlight für die Besucher des heutigen Abends, der Sänger von Confession of Pain, jene Band welche wir vom Rise Up Festival als energiegeladene Entertainer kennen und die auch Black Sabbath in Wien die Ehre gaben …

Fazit nach ihrer Show: Wer Street tot he Ocean noch nicht im Auge, oder Ohr, behält sollte es jetzt tun.

Der Headliner des Abends folgt Vinegar Hill, man möchte meinen man könne, nach einigen Besuchern ihrer Shows und dem vor kurzem geführten Interview nicht mehr viel über sie sagen.

Pustekuchen. Sie überraschen bei jeder Show aufs Neue. Sieht man sich im Vergleich zum Beispiel Aufnahmen von namhaften Bands am Nova Rock und Rock am Ring oder im Park an, merkt man schnell, es ist immer exakt die gleiche Setlist, was ja noch in Ordnung wäre, aber auch immer exakt dieselben Witze und Anekdoten zu exakt demselben Zeitpunkt.

Vinegar Hill ist eine der wenigen Bands, die dies gekonnt vermeidet und somit jeder Show eine sympathische, persönliche Note gibt.

Obwohl auch sie kurz mit den Mikrophonen zu kämpfen haben, spielen sie souverän und ohne sich aus dem Konzept bringen zu lassen weiter. Bei ihrem letzten Konzert in diesem Jahr geben sie definitiv nochmal alles.

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Gegen Ende bieten sie besonders den weiblichen Besuchern nochmal ein Highlight, Vinegar Hill verschenken ein Geschenke-Sackerl mit Shirts und CD, an denjenigen Besucher welcher am meisten auszieht … Yeah!

Nun heißt es gespannt abzuwarten, welche Neuigkeiten uns Vinegar Hill in einigen Wochen mitteilen werden und voller Vorfreude auf ihr neues Material zu warten.

 

Danke an AAMN für den gelungenen Abend.

Persönlich möchte ich mich bei Vinegar Hill noch für The Road to Grace und das Shirt bedanken … Ich strahle noch immer … DANKE!

Tolle Fotos von Vinegar Hill gibt es hier von Pascal Riesinger PhotoArt

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