Fitness vom Nationalsport zum Babykrabbeln

Das Wesen hinter dem Blog weigert sich selbigen einem bestimmten Thema zuzuordnen, früher in der Schule, nun im Broterwerb und auch im Privatleben weigere ich mich ebenfalls mich einem Thema zuzuordnen. Da kann es schon mal passieren das gewisse Themen zu kurz kommen. Sport findet man im Blog äußert selten, zumindest reine Sportbeiträge. Es wird also wieder Zeit.

Fitness wird großgeschrieben, es ist in zu gehen, joggen oder laufen. Fast ungläubig lauschte ich vor einigen Jahren Tati, wie ich meinen Vater nenne, als er mich darüber aufklärte das es zu jener Zeit, als er seine läuferischen Ambitionen entdeckte, als Homosexuell galt zu laufen. Erschreckend ebenso wie einleuchtend spielen doch bis heute diverse Serien mit dem Klischee das lediglich der Homosexuelle Mann seinen Körper stählt und in Form hält, damals war es jedenfalls nicht gut als Homosexuell zu gelten, weshalb Tati seine läuferischen Ambitionen „verbarg“.

Damals zog er es vor Ski zu fahren, dies schien der österreichische Nationalsport, obwohl er dies gar nicht ist, es ist lediglich die Sportart mit welchen der Österreicher assoziiert wird. So wie die USA mit american Football und England mit Cricket.

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Pixabay kejj44

In Wirklichkeit haben die oben genannten Nationen gar keinen Nationalsport. Tatsächlich verfügen lediglich sieben Nationen über einen tatsächlichen offiziellen Nationalsport. Wer hätte bei Pakistan an Hockey gedacht?  Die Russen frönen Sambo, was gar nichts mit Tanzen, sondern mit Kampfsport zu tun hat. Die Kanadier tanzen aus der Reihe, sie haben Lacrosse – Feldhockey mit ulkigen Schlägern –  im Sommer und … Überraschung … richtiges Eishockey im Winter.

Die folgenden Sportarten sind dann schon etwas komplizierter, außer in Chille, dort gilt chilenisches Rodeo als umstrittene Nationalsportart, nicht nur wegen angeblichen Tiermisshandlungen, da wie beim bekannten Rodeo mit Cowboys Rinder und Stiere eingefangen werden, sondern weil man sich nicht sicher scheint ob es dann nicht doch Fußball ist.

Apropos Fußball, wer hätte bei Argentinien an Pato gedacht? Hier wird hoch zu Ross eine Ente, mittlerweile eine Lederne, mittels Händen gefangen und in einen Korb ähnlich dem Basketball befördert, manchmal reitet der Korb aber auch davon.

In Kolumbien legt man mehr Wert auf Geschicklichkeit, zumindest ist dort ein Geschicklichkeitsspiel die Nationalsportart, Tejo genannt. Eiserne Scheiben werden in ein Spielfeld geworfen, welches sich in circa 19 Meter Entfernung befindet. In dessen Mitte ist wiederrum ein Kreis, auf welchem Dreiecke mit Schwarzpulver liegen. Das Ziel ist es diese Dreiecke zum Explodieren zu bringen.

Nationalsport ist also nicht gleich Lieblingssport, Fußball erfreut sich in mehr als 120 Ländern größter Beliebtheit, darunter auch Argentinien und Indonesien.

So wie Nationalsport nun eben nicht Lieblingssport ist, ist Trendsport nicht gleich Modesport. Hier ist der Unterschied ebenso simpel, ein Trendsport hat sich durchgesetzt, sprich er konnte sich vom Modesport, der kommt und geht, abgrenzen und konnte einige Anhänger finden, welche ihm regelmäßig frönen sind allerdings nicht etabliert. Hmm … doch etwas schwierig zu erklären.

Snwoboarden und Mountainbiken, welche in den 70er Jahren auflebten, konnten sich mittlerweile etablieren. Zumba hingegen wäre noch eine Modesportart.

Allerdings konnte ich kein Wort für immer wiederkehrende Modesportarten finden, sind sie dann quasi Modetrend? Die lästigen Kniebeugen von einst, welche in den 90er Jahren dann doch etwas in Vergessenheit gerieten, erleben seit den 2010 Jahren wieder einen kleinen Hype, als Squats. Hampelmänner macht außer Kindern keiner mehr, der Erwachsene gibt sich Jumpin Jacks hin.

Richtig kompliziert wurde es mit Barre, quasi ein abgewandeltes, aerobicisiertes, Balletttraining und Freeletics, obwohl letzteres das ist was Arnold Schwarzenegger und Co am Muscle Beach taten, Muskeltraining im Freien, nun aber eben nicht mit Gewichten, sondern mit Eigengewicht.

Auch zurück zum Ursprung ist ein immer wieder aufkeimender Trend, da ist es nur folgerichtig das wir uns nun auch beim Thema Sport auf unseren Ursprung besinnen und zwar jener Zeit, als wir der Fortbewegung erst langsam mächtig wurden.

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Pixabay dw-lifestylefotografie

Wer Fit werden möchte krabbelt jetzt nämlich wie ein Baby, einfach so nah wie möglich am Boden auf allen vieren herumkrabbeln. Planking, kurzum Liegestütz auf den Unterarmen ohne sich hochzudrücken, mit Spaß.

Dadurch stärken Babys und nun eben auch Erwachsene ihre Muskulatur im Rumpf, aber auch Arme, Beine und Po werden trainiert. In der extremsten Form bewegt man sich lediglich zwei Zentimeter über den Boden.

Physiotherapeuten meinen, angeblich, wenn man jedem Menschen eine Übung verschreiben müsste, wäre es diese … Aber … ja, ja immer dieses aber … für Menschen mit Problemen im Handgelenk, Schultern, Nacken oder Knien eignet sich diese Übung nicht …

Weshalb sucht nochmal der großteil der Patienten einen Physiotherapeuten auf …?

Wie auch immer wie man richtig über den Boden krabbelt sieht man hier, ich bin übrigens „unreif“ irgendwie musste ich dabei Lachen …
Vielleicht weil der Galan auch gerne Crawling betreibt, wenn er einen, eher mehrere, über den Durst getrunken hat …?

Beitragsbild Pixabay von dghcpy0

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