Batman wird mich schlagen: ich habe Harbringer verpasst

Nach zwei Monaten war es nun endlich wieder soweit, Veil of Deception luden zusammen mit Harbringer, Diamond Falcon und Ravenous ins Escape im siebten Wiener Gemeindebezirk ein, der Galan und ich folgten bereitwillig.

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Gegen die Mittagszeit des gestrigen Tages besuchte ich ein soziales Netzwerk, welches man auch Facebook nennt, um mir die Startzeit der Konzerte in Erinnerung zu rufen. Meine Benachrichtigungsseite zeigte mir ein Bild oder sogenanntes Meme, welches der Sänger von Veil of Deception gepostet hatte. Ich nahm es als persönliche Ermahnung und Ansporn mich am Abend etwas mehr zur Eile zur rufen.

Nun verrät jedoch bereits die Überschrift, dass ich mir wohl den Zorn des Batman zugezogen habe, wie es dazu kam? Das Glücksspiel ist schuld. Nach etwas mehr als sechs Jahren, in welcher mein und mittlerweile unser Esstisch lediglich als Ablage fungierte, hatten wir am Samstag endlich unsere Essbankgarnitur erhalten, nach unserem ersten Mahl am Esstisch, verfielen der Galan und ich dem Kartenspiel.

Halb sieben war es geworden, bis wir uns endlich fertigmachten, wozu ein kurzer Spaziergang mit den hündischen Damen des Hauses gehört. Gegen viertel neun kreisten wir mit Stella, dem galanschen Fahrzeug, um das Escape auf der Suche nach einem Parkplatz, welche vier Straßen weiter in einem Parkhaus enden sollte.

Übrigens, nachdem der Galan seine Jacke noch nicht anhatte, nachdem ich endlich fertig war, trägt er Schuld das wir zu spät kamen …

Die Trash-Metal Band, mit Namen Harbringer, aus dem feinen St. Pölten, der Hauptstadt Niederösterreichs, hatte die Bühne bereits verlassen. In Anbetracht des erwähnten Meme heißt es nun wohl für mich Run, Bastard, Run

Stattet Harbringer, welche mich irgendwie an Slayer mit mehr Melodie erinnern, doch einen Besuch ab und begleitet diese junge, für mich vielversprechende Band, auf ihren Weg.

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Während Diamond Falcon aufbauen, genehmige ich mir einen Radler und bewundere ein Bild welches Gitarrist Phi Campbell und Sänger Lemmy Killmister zeigt. Die originalen Botschaften auf den hochgehaltenen Pappkartons besagt dann doch etwas … anderes … nicht jugendfreies.

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Der Sänger, Vin Weazzel, ja Weazzel nicht Diesel, erinnert mich irgendwie an eine jüngere Version von Nikki Sixx. Kurz vor ihrem Auftritt denke ich, aufgrund der Leggings, an Steel Panther … Ein Gedanke der angesichts ihres humorvollen Auftrittes wohl nicht komplett fehl liegt.

Vor einiger Zeit wurde ich in ein Gespräch verstrickt, wobei mein Gesprächspartner meinte, die meisten Bands bedienen sich Humor zwischen ihren Titel nur deshalb, weil die Songs schlecht wären. Ein Standpunkt, welchen ich trotz intensiver Grübeleien, nicht teilen kann und welchen auch Diamond Falcon heute gekonnt wiederlegen.

Humor vereint mit tollen, melodischen Sound und einer kraftvollen Stimme, welche wohl sämtliche Tonstufen, ohne Patzer, durchlaufen kann. Meine Ohren und ich sind definitiv hoch erfreut und bei manchen Songs muss ich gar an Iron Maiden denken.

Selbst bezeichnen sie sich als jüngere und bessere Version von Manowar, wobei ich allerdings gestehen muss, das mir letztere dann doch eher unbekannt sind. Schande über mein Haupt …

Hier nun schnell ein modischer Hinweis für die Herren der Schöpfung: Leggings wirken … Gemächts fördernd …

Aber auch für männliche Augen hat Diamond Flacon etwas zu bieten, meine Namensvetterin, Roxy Riotrat, beherrscht den Bass mit einer Leichtigkeit und ist vor, während und nach dem Auftritt ein Augenschmaus.

Lassen wir nun einfach den Titel: Diamond Falcon aus dem Album Heavy Metal Combat selbst für sich sprechen.

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Als Ravenous die Bühne betreten wird schnell klar, sie stehen im starken Kontrast zu Diamond Falcon und legen eine härtere Gangart vor.

Gegründet wurde die Band, welche sich dem Trashmetal verschreibt, bereits 1988. Nur zwei Jahre später konnten sie das Metal Battle für sich entscheiden. 1994 folgte das Vorläufige aus, doch 2014, nach zwanzig Jahren Pause stimmten sie die Besucher des Kaltenbach Open Air ein.

2015 brachten sie den Viper Room, zwei Tage nach Weihnachten zum Kochen und auch gestern sollten sie ihre Fans nicht enttäuschen. Im Fokus scheint klar die starke, um nicht brachial zu sagen, Musik zu liegen, obwohl sich die Vocals keinesfalls dahinter verstecken müssen. Fans des Genres kommen voll auf ihre Kosten, bis in die hinteren Reihen wirbeln die Mähnen der Besucher zur Musik. Beinahe jede Pause wird von einem lautstarken und ausdauernden „Yeeeeeeeeeeeeeeaaaaaaaaaaahhhhhh“ eines begleitet, welcher daraufhin umgehend mit einem erneuten, melodischen, Donnergrollen der Musik belohnt wird.

Was auf oder für die Ohren gibt es hier

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Irgendwie viel zu schnell, ist es Zeit für den Headliner des Abends, Veil of Deception, Live immer wieder einen Besuch wert.

Nun soll ich aber den Soundcheck, genauer die Unterhaltung dabei, interessant finden. Veil of Deception wurde erst 2013 gegründet und bietet uns zwei Alben.

Auf ihrem ersten Album Deception unveiled war es der eigentümliche Bass, welcher sich immer wieder an meine Ohren drängte und dem Album, neben der herausstechenden Stimme des spanischen Sängers, eine gelungene Abwechslung gab.

Bei ihrem zweiten Album Tearing up the Roots, sollten es die Drums sein welche sich, neben der Stimme des Sängers, Dominant zeigen sollten.

Heute Abend verweigert der Tontechniker das höher drehen der Drums, seine wortwörtliche Begründung: Wenn ich die Drums auch hochdrehe klingt das ganze Schei*e …

Nach kurzem hin und her und einer weiteren Einspielprobe sind alle Unklarheiten beseitigt und tatsächlich folgt zwar der von den Alben gewohnte, aber dann doch irgendwie andere Sound von Veil of Deception.

Mein Favorit um Euch diese Band näher zu bringen ist nach wie vor: Summers Dying, vielleicht auch weil mir die Lokation für den Videodreh zusagt.

 

Bis ich bessere Fotos finde, oder gelernt habe wie ich meine Kamera genau bedienen muss; findet ihr Fotos von Gestern hier, im sozialen Netzwerk, Facebook.

 

Persönlich soll ich während den ersten Songs von Veil of Deception eine freudige Überraschung erfahren, eine kleine Gruppe von jüngeren Menschen spricht mich auf Criticalpixie an und meinen sie wären kurzfristig wegen eines Eintrages von mir hier erschienen …

Zeitgleich bedeutet dies wohl, dass das Wesen hinter dem Blog seine Tarnfähigkeit verbessern muss …

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