Von Un-Eskapaden, Unduldung und Unwahrheiten

Still war oder ist es hier geworden nicht, weil mir die Lust am Schreiben oder gar die Themen abhandengekommen wären.  Schuld tragen diverse nebenberufliche Tätigkeiten, bei welchen ich nun zumindest plane mal endlich mit der Sprache herauszurücken und der damit einhergehende Zeitmangel.  Erschwerend gesellt sich gelegentlich nun aber auch die Krux mit meinen Gedanken hinzu, wenn mich etwas beschäftigt, dass ich gerne niederschreiben würde aber nicht tue, weigern sich meine Finger und Gedanken miteinander zu kooperieren, dann herrscht Stillstand, hier und dort. Derzeit lasten dann doch einige, wehmütige, Gedanken auf meinen Schultern.

Immerhin nehme ich meine Gedanken in meinem Kopf war, dieser sitzt auf meinem Nacken und selbiger geht in die Schultern über, vielleicht habe ich soeben den Grund für meine häufigen Nackenschmerzen gefunden. Es war gar nicht besagter Autounfall vor einigen Jahren, es sind meine Gedanken.

Letzter Absatz war der müde Versuch etwas Humor einzustreuen. Allerdings ist mir soeben nicht zum Lachen, obwohl ich gleichzeitig und derzeit einige Anlässe für hemmungslose Freude hätte. (Fortsetzung folgt …)

Wohlmöglich liegt auch mir die menschliche Gabe zugrunde mich eher mit negativen anstatt positiven Gedanken zu befassen … Gleichzeitig stelle ich jedoch immer wieder fest, sind die Gedanken niedergeschrieben, beschäftigen sie auch mich nicht mehr. Schreiben scheint neben Laufen die beste Therapie, verschwinden Gedanken nicht beim Sport, verschwinden sie beim Schreiben.

Vielleicht ist es auch der Drang auf Zugetragenes in irgendeiner Form zu antworten, immerhin liegt es in meinem Naturell durchaus zu meinen Fehlern zu stehen, aber umso mehr, mich zu verteidigen, wenn es um Unwahrheiten oder Beleidigungen geht. Wobei dies wohl auch schlichtweg menschlich ist.

Allerdings verjähren bei mir Beleidigungen, mir ist es heute völlig Schnuppe, was jemand vor fünf Jahren gesagt hat. Zudem bin ich ja ein Verfechter der zweiten, manchmal auch dritten, Chance. Wenn man es sich offenkundig mit mir verscherzt hat, dann lässt man am besten etwas Gras über die Sache wachsen.

Morgen sieht die Welt eben tatsächlich oft anders aus.

Zudem vertritt wohl jeder Mensch seine eigene Logik, wobei diese nicht mit Ideologie verwechselt werden sollte … oder doch? Wie dem auch sei, auch ich verfolge meine eigene Logik, ob sie richtig oder falsch ist, ist mir gänzlich Schleierhaft, im Endeffekt kann ich nur bewerten wie gut sie während meiner Lebensjahre funktioniert hat und aus Erfahrungen lerne ich wann ich sie neu zu justieren oder optimieren habe.

Diese, meiner Persönlichkeit zugrundeliegende, Logik macht mir derzeit im Zusammenspiel mit einem anderen Menschen ein klein wenig das Leben schwer. Grundsätzlich habe ich diesem Menschen in den letzten drei bis fünf Jahren nichts getan, eine langsame Annäherung fand statt und als sich besagter Mensch „einfach selbst“ zu meinem Geburtstag einlud und dann noch Fotos von mir an jenem Ehrentag einfach in das soziale Netzwerk mit Namen: Facebook hoch lud und Kommentare mit Friede, Freude, Eierkuchen beantwortete, war ich geneigt den kurz aufkeimenden negativen, da die Antwort eventuell sarkastisch gemeint war, Gedanken wegzuschieben.

Wir waren Älter und Größer, ein weiterer Ehrentag näherte sich und kurzfristig arbeiteten wir dafür gar zusammen.

Aber nix da: Friede, Freude, Eierkuchen … obwohl ich diese Woche zweimal welche verspeiste …

Plötzlich, ein gutes halbes Jahr nach meinem Ehrentag, werde ich plötzlich gemieden wie eine Seuche, betrete ich denselben Raum werde ich, trotz meines deutlichen Grußes, weder gegrüßt noch angesehen.

Nun gut denn, nicht mein Problem, warum sollte es auch, schlägt man sich doch bereits im Berufsleben mit Menschen herum mit welchen es einfach nicht so recht klappen möchte. Dennoch schafft man es sich während Bürozeiten oder Veranstaltungen freundlich zu grüßen und höflich zu interagieren, mit Blickkontakt, sofern es gefordert ist, oder sich höflich zu ignorieren.

Diese Höflichkeit aber auch der Respekt gebieten es eben auch, dass sollte der Person, welche einem nicht ganz Grün ist, etwas runterfallen man es ihr dennoch aufhebt …

Ich schweife etwas ab, im Endeffekt muss aber ohnehin niemand zu mir höflich sein, dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn das Gegenüber auch nicht höflich ist. Zumal Gruß- und Blickverweigerung ja doch etwas Respektslos sind.

Dieses Unverhalten, um doch noch etwas Humor einzustreuen, mir und mittlerweile auch dem Galan gegenüber fiel einer weiteren Person auf, welche nun jene, vermeintlich, unhöfliche Person zur Rede stellte.

Dabei offenbarte sich etwas … Unerwartetes. Man dulde meine Anwesenheit aufgrund meiner Eskapaden nicht und normal sei ich auch nicht …

Unnormal, quasi … oder doch nicht?

Nun komme ich nicht umhin zu erwähnen, dass diese Worte aus dem Mund oder genauer den Fingern einer Person stammen, welche auf offener Straße soeben einparkende Menschen lautstark als zugeraste …. Weidlöcher, um hier nicht das Wort mit A zu erwähnen, beschimpft.

Allerdings kommt es auch im Wald zu verbalen Entgleisungen, wenn andere Naturerkunder, ihrer Meinung nach, auf der falschen Seite gehen und sich schlichtweg gegenüber niemanden Respektvoll verhält … Anders kenne ich diese Person auch nicht.

Dennoch so ungern ich Normal wäre, weil Normal ja ohnehin fad ist, wie uns zumindest die Popkultur und die Hipster lehren, bin ich leider rein der Definition nach überdurchschnittlich normal. Ich halte mich an Benimm-Regeln. Wobei ich auch das Grüßen und Interagieren mit mir nicht so beliebten Personen dazu zähle, ebenso wie Blickkontakt, die Fähigkeit Bitte und Danke zu sagen und noch einige andere Fähigkeiten und Eigenschaften, welche ich hier jetzt nicht länger ausführen möchte.

Nun denn, Loyalität kann ich mir aus persönlichen Gründen soeben nicht verkneifen und von einem Glas Wasser oder Orangenlimonade war ich auch noch nie betrunken … Was aber auch damit zusammenhängen mag das mir mein erster Rausch überaus peinlich und zudem wahrlich zu denken gab wodurch Alkohol seit damals seinen Reiz auf mich verlor …

Abgesehen davon denunziere ich andere Personen vor ihr Fremden ungern, beschimpfe sie nicht aufgrund ihrer Entscheidungen oder erfinde halbwahre Geschichten, ebenfalls vor fremden Personen.

Selbstverständlich ziehe auch ich den Galan gerne im familiären Kreis auf und er mich, aber wirklich Ernstes, oder wenn wir meinten etwas sei unter die Gürtellinie gegangen, besprechen wir zu Hause unter vier Augen. Schimpfwörter vermeide ich zudem jedes Jahr etwas mehr, außer beim Autofahren oder Zuhause, wenn ich einen wirklich schlechten Tag hatte …

… Frei Nach dem Motto: Lass mich, ich muss mich da jetzt reinsteigern … und dann doch manchmal zum Leidwesen des Galans, welcher mittlerweile einfach ruhig zuhört und geduldig wartet bis die Rage verfliegt … Danke dafür, an dieser Stelle.

Unwahrheiten über andere Personen, egal ob mir Nahestehend oder nicht, verbreite ich aus Prinzip nicht, denn im Endeffekt fallen einen Unwahrheiten früher oder später gehörig auf den Kopf, selbstverständlich musste ich dies, wie viele andere im pubertären Alter lernen.

Anscheinend tatsächlich erschreckend langweilig und sozial Normal, dieses Wesen hinter dem Blog, wodurch sich wohl auch ein Hang zu Eskapaden von selbst ausschließt, allerdings beschreibt die Eskapade im heutigen Sprachgebrauch vornehmlich einen Seitensprung, dies stammt übrigens aus dem Reitsport, genauer Dressur, wenn das Pferd einen falschen Sprung vorführt.

Mir einen Seitensprung zur Last zu legen ist ja schon harter Tobak, allerdings könnte damit auch mein gelegentliches auf die Seite springen beim Laufen gemeint sein, wenn eine der hündischen Damen des Hauses direkt vor meinen Füßen auf die Idee kommt stehen zu bleiben um zu Schnüffeln oder sich diversen Geschäften zu widmen.

Allerdings beschreibt eine Eskapade, neben eigenwilligen Handeln wobei ich dies nun Frei als abnormales Handeln betrachte und gleich ausschließe da ich ja offenbar ziemlich normal scheine, einen Streich oder Schabernack …

Schuldig im Sinne der Anklage.

Zu gern verstecke ich mich immer mal wieder vor den hündischen Damen des Hauses, wobei ich sie immer wieder mit rufen zum Suchen auffordere und mich königlich amüsiere, wenn sie an mir vorbeisausen ….

Auch dem Galan spiel ich manchmal kleine Streiche, Unwahrheiten gehören hier jedoch nicht dazu, aus pubertärer Erfahrung Klug geworden … Abgesehen davon ist mir die Definiton des Begriffes: Verleudmung, geläufig.

Wohlmöglich auch durch das Erscheinen der Weisheitszähne, genauer zweier Weisheitszähne …

Erst jetzt kommen wir zum Ende, denn ebenfalls werden Unwahrheiten über mich erzählt, offenbar um mich gegenüber einer jungen Person zu denunzieren, irgendwie traurig …

… zumal ich jener Person jahrelang zur Seite stand und in vielen erdenklichen Situationen geholfen habe, von „simplen“ Chauffeurdiensten, weil betreffende Person während ihrer Dienstzeit erkrankte wozu ich einerseits meinen Dienst einige Male früher beenden musste (was weder meinen Chef noch meine Kollegen erfreute) und andererseits, tatsächlich quer durch ganz Wien fahren musste, da mein Domizil nun einmal am anderen Ende unserer schönen Bundeshauptstadt lag, über Hilfe als das Domizil besagter Person aufgrund eines Brandes nicht bewohnbar war, über zwei Umzüge und so simplen Dingen wie Auto borgen und ein offenes Ohr haben …

… und dies obwohl sich die Person um die es sich heute dreht, mir Gegenüber tatsächlich einige starke Stücke geliefert hat …

Traurig …

… aber dem Schalk im Nacken sitzend und mittlerweile tatsächlich etwas freudiger im Gemüt, leiste ich mir mit dem heutigen Beitragsbild, welcher das Wesen hinter dem Blog dann doch etwas freizügig zeigt, eine Eskapade.

 

4 Kommentare

  1. Ich kenne das, an mir knabbert Kritik, die nicht berechtigt ist, auch immer sehr. Ich versuche immer freundlich und fair zu bleiben, selbst wenn es mal etwas schwieriger sein sollte, und bin jedes mal wieder erstaunt und enttäuscht, dass andere das nicht sind – auch nicht mir gegenüber.
    Da habe ich immer lange dran zu knacken hinterher.

    Gefällt 1 Person

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