Pain Is im Portrait: Musiker mit Talent und Tiefgang

(English Version here)
Beim Rise Up Festival 2017 in Judenburg fegten uns Pain Is mal dezent weg. Ein imposanter Auftritt brachte uns dazu uns am Merchandise Stand ein wenig einzudecken und lies den Wunsch keimen Pain is gegen Disturbed auf der Konzerttour mit Avenged Sevenfold auszutauschen. Nun geben sie uns die Ehre eines Interviews, welches neben dem bewiesenen Talent nun Tiefgang und Dankbarkeit zeigt.  Lest selbst wie es anfing, wo es hingeht und welche österreichischen Bands Pain Is selbst schätzen.

Wann und wie habt ihr die Leidenschaft für Eure Instrumente bzw. zum Gesang entdeckt?

JEROME JAW
Ursprünglich war ich Drummer seit meinen 7. Lebensjahr. Seit meinem 14. Lebensjahr war der Proberaum mir näher als jedes Schulsystem, ha ha ha. Als meine letzte Band, bei der ich die Drums spielte, sich dem Ende zuneigte, wollte ich mal etwas Neues probieren. Gesagt, getan – seit 2002 habe ich meine Vocals ständig versucht weiter zu bringen. Mittlerweile bin ich sehr zufrieden mit meinem Stil und habe auch meine Range und Komfortzone gefunden, was mich aber nicht daran hindert, bei jedem neuen Song über diese Grenzen hinaus mich gesanglich weiterzuentwickeln.

STEVE T
Habe in der Hauptschule die Musikschwerpunkt Klasse besucht. Ein Schlagzeuglehrer hat der Klasse einmal das Schlagzeug spielen nähergebracht.  Zufall meets Naturtalent, sagte mein damaliger Lehrer eigentlich nur, als ich mich ganz gut am Drumset machte und er begann mich zu unterrichten. Der nächste Zufall brachte mich dann auch schon zu PAIN IS, wo ich bandtechnisch dann auch geblieben bin, da ich die Freiheit hatte mich hier musikalisch und drumtechnisch zu entfalten. Aber auch bin sehr ruhelos und versuche mein Drumming von Song zu Song zu verbessern und mich selbst immer wieder herauszufordern.

MAC
Mit 10 Jahren begann es ganz klassisch mit Gitarre in der Musikschule. Mit 15 wurde die erste Band gegründet und ich entdeckte meine Leidenschaft für den Groovepart – sprich die Bassgitarre. Seitdem hat´s mich nie mehr losgelassen und ich war eigentlich immer in einer Band und fand bei Pain Is schließlich meine musikalische Heimat…
TOM STEAM
Meine Eltern hörten immer Elvis, Johnny Cash und CCR was mich sehr früh prägte. Mit 12 war es dann soweit ich entdeckte Metallica und kurz darauf griff ich selbst zur Gitarre. Ich begann in Bands zu rocken und bis schlussendlich zu PAIN IS gestoßen, eine Liebe die mich nie loslassen wird.

Wie und wann formierte sich Pain Is? Was bedeutet der Name für Euch? Was ist Schmerz?

PAIN IS wurde 2002 von mir gegründet. Wir hatten bis dato nur einen Line up Wechsel. TOM STEAM vervollständigte die Band 2015 und seit diesem Zeitpunkt konnten wir endlich alle Gig Anfragen abdecken und PAIN IS auf eine neue musikalische und professionellere Ebene heben.

Der Bandname selbst sollte dem Zuhörer die Möglichkeit geben, seinen ganz eigenen Schmerz zu finden, und sich mit der Band selbst identifizieren zu können. Für uns geht es nicht um den Schmerz selbst, sondern eher um ein Ventil um Schmerzen, Unverarbeitetes oder Sorgen des Lebens kompensieren zu können.

Was bedeuten die Farben Rot und Schwarz?

Die Farben spiegeln für uns dieses Wechselbad der Gefühle und unserer Songs wieder. Mitunter war das Design der Shirts „Man with the gun“, welches von Mario Rencher gemalt wurde und unser neues Design und Corporate der Band mitbegründete auch tongebend für die Auswahl dieser Farben.

Wie entstehen Eure Songs?

Unsere Songs entstehen ganzheitlich sehr traditionell im Proberaum. Musikalisch und lyrisch geben wir uns weder Grenzen noch Tabus hin. Musikalisch zieht hier die FAMILIA (Anmerkung der Redaktion PAIN IS oder auch Band) an einem Strang. Lyrisch bin ich alleine verantwortlich für alle Texte. In diesen Songs spiegeln sich verschiedenste Themen wieder: Sozialkritische, gesellschaftskritische, Revolutionen, Gedankliches aber auch sehr gerne mal ein rudimentäres Verlangen.

Was habt ihr für 2017 geplant?

2017 wird für uns ein tolles Jahr.
Wir werden europaweit ca. 30 bis 40 Shows dieses Jahr absolvieren . Dabei werden wir auch auf großen Festivals vertreten sein wie:
Fulll Metal Mountain, Metaldays Slowenien, Metal on the Hill, Kaltenbach Open Air, Metal Night Outbreak, Dürer Kert Metal Fest, Eargazmic Festival, Rocky Mountain Festival, Heavy Mölltal Festival, Rock den See Festival und Gothoom Open Air Festival.

Wo seht ihr Euch in fünf Jahren?

Wir werden uns weiterhin den Arsch aufreißen um alles dafür zu tun, auch international Erfolg zu haben und sehen uns daher auf jeden Fall auf internationalen Bühnen – hoffentlich in den nächsten fünf Jahren. Ein Ende ist nicht geplant, da die Musik unser Leben ist.

Ohne geht’s auf der Bühne nicht?

Ohne Lampenfieber geht’s mal gar nicht, hahaha. Das ist Gott sei Dank immer noch so, das Gute daran ist es hält dich fit und konzentriert. Aber ohne meine FAMILIA – die Band – und unsere Musik könnte ich mir das nicht mehr vorstellen.

Euer bester Gig?

Eigentlich ist jede Show ein Erlebnis und etwas Unfassbares für uns. Die Energie on Stage und die Interaktion mit dem Publikum macht jede Show zu etwas Großartigen. Aber wenn du mich nach dem Gig schlechthin fragst, so lautet die Antwort: Wacken open Air Festival. Diese Show war bis dato eine der größten und geilsten Shows, die wir spielen durften.

Welche heimischen (österreichischen) Bands hört Ihr selbst gerne?

Da muss ich weit ausholen, es gibt so viele gute Bands in Österreich, aber auf den Punkt sind es glaube ich folgende Bands mit denen wir bereit die Bühnen Österreichs geteilt haben oder sonstige Berührungspunkte hatten ergo sehr empfehlenswert sind:

Amandas Nadel, Crossing Edge, Darkfall, Disastrous Murmur, Dragony, Ebony Archways, Ecliptica, Epsilon, In Chaos, Kontrust, Russkaja, TuXedoo, Unhallowed, Uzziel, Veil of Deception, Vision of Atlantis, und viele, viele mehr (Sorry falls ich jemanden vergessen habe aber es gibt so viele gute Bands in Österreich).

Internationale Bands würde ich sagen:
Kill II this (Greets to my bro Mark Mynett), Exilia (Greets to Masha for the inspiration), Ektomorf (Greets to Zoli), Machine Head, Alter Bridge, Disturbed, etc.

Das letzte Konzert welches ihr als Fan/Zuschauer besucht habt?

Wir spielen selbst so viele Shows, dass es sehr selten möglich ist nur als Besucher auf einem Konzert zu sein. Aber zum Beispiel in Wacken 2016 hatten wir das Vergnügen, viele Bands auch als Fans miterleben zu dürfen.

Besucht ihr regelmäßig ein Festival?

Aufgrund der vielen Gigs nur als Act, außerhalb dieses Spektrums ist es uns leider zeittechnisch sehr selten möglich.

Gibt es einen ultimativen Festivaltipp?

Besucht Festivals Leute, auch Shows ohne internationale Acts. Geht wieder raus aus euren Buden und Häusern und hört euch Bands live an. Unterstützt auch wieder mehr die österreichische Musikszene, wir haben so viele geile Acts aus Österreich selbst!!!

Wenn ihr in Euer eigenes Boxmatch einlaufen würdet, welchen Song würdet ihr wählen?

Traditionell so wie s sich gehört mit „Eye of the Tiger“ aber in der Killswitch Engage Version oder mit unserer neuen Single „Dont let us down“.

Euer Wunsch an die nationale Musikszene?

Wir sollten uns alle gemeinsam mehr vernetzen und einfach die Musikszene ohne Neid und Missgunst endlich weiter voran bringen in Österreich. Jeder der daran Interesse hat rennt bei UNS offene Türen ein, ihr seid herzlich Willkommen.

Möchtet ihr selbst noch etwas sagen?

Im Grunde genommen möchten wir uns bei viele Menschen da draußen einfach nur mal bedanken für euren Support, eure Liebe und allem was ihr uns entgegenbringt, daher möchten wir euch hier mal kurz namentlich aufführen:

Unsere Familien; MR Design (Rencher Mario, Kathrin, Josef); Wülde Hoamat (Schuster Bernd); Musik Hammer Graz (Hannes und Crew); Eargazmic Booking; Mike Wolf und Melon Fm; Sliphazard Production und Gunter Rothbart, uvm.

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