Across the Element und Freunde in Wiener Neustadt

Erst letzten Freitag hatte ich es anklingen lassen, Dhark würden mit Time to Face Destiny, Vinegar Hill und Across the Element Wiener Neustadt mit einem Auftritt beehren. Gestern war es endlich so weit und einmal mehr sollte sich bewahrheiten, seine Musik Live erleben zu dürfen ist immer wieder etwas besonders, manchmal so besonders das sich gar der Strom verabschiedet.

dhark

Dhark, haben im Laufe der letzten Woche, mit ihrem Soundtitanen Darkness Amplified geschafft was bisher nur Beethoven und Bach bei mir vollbringen konnten. Ihren Song the Speed of Dark höre ich mir gerne direkt nach dem Aufstehen an. Während die Kaffeemaschine noch aufheizt, liegt das Mobiltelefon schon auf meinem Frühstücksplatz und besagter Song holt mich aus dem Schlaf. Meist schmunzle ich kurz, wenn ich meinen ersten Schluck Kaffee nehme, aus dem Küchenfenster in die noch ruhige Straße schaue und der Refrain einsetzt:

A nowhere road to no man’s land, wheres no one’s right and nothing’s left. Crossing borders, cutting corners. The Speed of Dark.

Offen gestanden kann ich es kaum erwarten mit diesem Titel einen Abendlauf, samt wohliger Gänsehaut, zu … belaufen. Ich habe mich bereits in der Früh daran gewagt die Welt mittels Kopfhörer weitestgehend auszublenden und mit diesem Song in den Morgen zu laufen, ohne Nebengeräusche … ich kann es (noch?) nicht beschreiben was the Speed of Dark da genau mit mir macht, aber es gefällt mir.

Die Akustik im SUB in Wiener Neustadt finde ich persönlich etwas besser als im B72 in Wien, da wir etwas zu spät dran sind, schlägt uns bereits beim Bezahlen des Eintritts die kraftvolle Stimme des Sängers entgegen begleitet von dem faszinierenden und starken Sound von Dhark, nach Betreten des Konzertraumes stehe ich somit kurz wie angewurzelt an, übermannt vom genialen Sound.

Während ihrem weiteren Auftritt und aus den Beobachtungen des späteren Abends kann ich mich mittlerweile dem Gedanken nicht mehr erwehren, dass sie nicht nur mich und den Galan völlig in ihren Bann gezogen hatten.

time to face destiny

Time to Face Destiny, welche ein Heimspiel geben, bieten nun einen starken Kontrast zu Dhark, auf den ich mich persönlich erst umstellen muss, bei den ersten beiden Songs bin ich aufgrund der nun deutlicheren Härte und Schnelligkeit, trotz Pause zwischen den Auftritten, kurz geplättet, was nicht unbedingt negativ zu verstehen ist, sondern einfach auch von einer gewaltigen Präsenz zeugt.

Vom ersten Song an heizen sie dem Publikum gehörig ein, persönlich sind wir ganz schön beeindruckt wie lang der Sänger den gutturalen Gesang, kraftvoll, halten kann und trotz der dabei erforderlichen Anstrengung seine Energie vom ersten bis zum letzten Song nicht verliert.

Eine Energie die übrigens spielend die anwesenden Fans ansteckt, nur zu gerne kommen sie den Aufforderungen nach Circle Pits und einer kleinen Wall of Death nach. Obwohl ich sie noch nicht kenne lasse auch ich mich bei zwei Songs anstecken und kann nicht stillstehen. Leider konnte ich noch nicht ausmachen wo ihr nächster Auftritt sein wird, da wir uns die Chance entgingen lassen uns am Merchandise Stand mit einer CD einzudecken um in aller Ruhe reinzuhören, werden wir sie definitiv im Auge behalten.

Übrigens: Respekt für das Rammstein Cover – Du hast

Vinegar Hill

Dominik, der Sänger von Vinegar Hill bereitet einem, vermutlich weiblichen Gefolge eines Polterabends, Kreischanfälle und dies bereits während dem Umbau in der Pause. Ihr Auftritt kann also nur gut werden. Vinegar Hill haben sich neben The Sorrow, wobei sich letztere leider auflösten, einen fixen Platz in meinem Musikleben erspielt, wie man vielleicht schon gemerkt hat, jedes ihrer Konzerte, egal ob auf kleinen oder großen Bühnen, ist immer wieder ein Erlebnis und während ich mich langsam aber sicher immer mehr durch ihre zehnjährige Bandgeschichte höre, entdecke ich immer wieder einen neuen fantastischen Song.

So kann ich ihrem Apell „Leute geht auf Konzerte, auch Underground“ nur rechtgeben, kein Auftritt ist wie der davor, es schwingt immer eine etwas andere persönliche Note mit und mit „seiner“ Band „seine“ liebsten Songs zu feiern ist immer etwas Besonderes. Ein ganzer Song kann sich Live etwas verändern und leicht anders wirken als auf der Platte, dieses Gefühl habe ich zum Beispiel oft bei Beauty No More, welches mich persönlich Live etwas besser erreicht als auf der Platte.

Dieses Mal wird Risk to fall gar dem Stromnetz zu energiegeladen und kurzerhand sind Stimme und Gitarren verstummt. Tom, der Drummer setzt zu einem kurzen und gekonnten Drumsolo an. Die Damen des Polterabends kreischen wieder nach Dominik und schließlich setzt Mike, Gitarrist und zweite Stimme zu Easy von Faith no More an.  Sehr gut gerettet, die Zwangspause.

Nach Risk to fall können sie leider nur noch zwei Songs spielen, der letzte ist Road to Grace, ich liebe diesen Song und bedanke mich sehr für die „Widmung“. Obwohl nüchtern und dadurch normalerweise etwas schüchtern und ruhig, begeben wir uns nun vor die Bühne und rocken mit den Fans davor ab. Eigentlich wollte ich mich aus Dank noch verneigen, aber sie hasten etwas zu schnell von der Bühne, aufgrund des Zeitdruckes dank dem Stromausfall.

Across the Element

Es folgt der Headliner des Abends Across the Element, offenbar bin ich heute ein Schwächling denn auch bei ihnen muss ich mich während dem ersten Song erst langsam umstellen, aber nachdem die Umstellung auf ihre harte Gangart erfolgt ist, genieße ich ihren Auftritt.

Ich darf Across the Element heute zum dritten Mal sehen, das erste Mal beim Feel the Noise Festival war der Konzertsaal brechend voll, im Oktober 2016 in der Szene Wien war das Publikum eher verhalten und hielt sich außerhalb des Konzertraumes auf, was ich offen gesagt nicht ganz nachvollziehen konnte. Gestern stimmte wieder alles, der Saal füllt sich immer mehr und mehr, die Fans feiern bis in die hinteren Reihen.

Tatsächlich bin ich nun beim dritten Mal noch faszinierter von Across the Element und beschließe, nachdem mich zu Hause öfter beide Versionen von Eternal Silence, einmal die Originale und einmal die rein akustische in ihren Bann zieht und ich mich beim Laufen an The End of all Times erfreue, den Merchandise Stand aufzusuchen und mir endlich eine CD zu sichern.

Allerdings schwächle ich tatsächlich, was vermutlich einem nervenden Weisheitszahn, der mich kein Stückchen weiser macht geschuldet und aufkeimenden Hunger geschuldet. Mir wird etwas schwindlig und mein Kiefer beginnt störend zu pochend. So begeben wir uns ungefähr zur Halbzeit und bedauerlicherweise ohne CD nach draußen …

… eine glückliche Fügung für mehrere Beteiligte offenbar, an der frischen Luft geht es mir schlagartig wieder gut und kurzerhand nehmen wir einen Tontechniker mit zurück nach Wien, woraus sich noch interessante Gespräche ergaben und ersparen damit, einen weit angereisten Herrn einen Umweg von gut einer Stunde.

Die CD von Across the Element hole ich mir aber definitiv noch!

Fotos

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