Das Ende einer Ära: das Rockpub schließt seine Pforten

Heute ist der erste April, selbst Gazetten und seriöse Nachrichtensende pflegen uns an diesem Datum hereinzulegen, legendär die BBC Dokumentation über Spaghetti-Plantagen in der Schweiz, auf welche die BBC Telefone prompt sturm läuteten … Die Menschen wollten wissen wie man den selbst Spaghetti anbauen könne … Auch ich habe heute schon etwas Schabernack getrieben, dies gibt es aber erst zu später Stunde.  Windows soll Open Source werden, ich warte mal bis Morgen ab und entscheide dann ob ich dieser Kundgebung glauben schenke. Die Nachricht das mein, für viele Jahre zweites Wohnzimmer – erneut -, geliebtes Rockpub seine Pforten schließt, war bedauerlicherweise kein Aprilscherz.

Ich bin was das Ausgehen betrifft wohl ein dezenter Spätzünder, so trieb es mich erst gegen Anfang 2006 das erste Mal ins Rockpub, damals noch im ersten Wiener Gemeindebezirk ansässig. Meine späte Begeisterung fürs ausgehen lag aber eventuell auch an der, zumindest bei mir, noch nicht verbreiteten Errungenschaft mit dem klingenden Namen: Internet.  Mein Umfeld hatte es tatsächlich etwas mehr mit Backstreet Boys und ich glaube Gigi D’agostino wahr da gerade aktuell, also fehlte es gänzlich über Informationen über Lokale wie das Grafity, Steinzeit oder eben Rockpub.

Ein Jahr später, 2007, sollte das Rockpub in Wien seine Pforten, erstmals, schließen und in Schwechat wiedereröffnen. Praktisch für mich zu jener Zeit und so trug es sich zu, dass ich den Feierabend öfter dort verbrachte, allerdings nicht lang, meist für ein überbackenes Brot und eine Frucade, dann ging es Heim.

Fasching und St. Patricks Day wurden Pflichttermine für mich, gab es zu letzterem gar grünes Bier, kam man selber in Grün einmal Gratis. Meine Abneigung gegen Halloween sollte auch wegen letzterem starten, „alle“ feierten nämlich schon Halloween, wollte ich sie überreden mit zum St. Patricks Day ins Rockpub zu kommen fanden sie das lächerlich
… Ich entgleise: Ja, ne … is klar …
Lies ich vielleicht deshalb immer die Halloween Partys im Rockpub aus … ???

Zu meinen Geburtstagen ging es mittags auf den Kahlenberg zu Kaffee und Kuchen, anschließend nach Schwechat ins Rockpub zu überbackenen Brot, welches man sich selbst zusammenstellen konnte und meist Whiskey Cola, obwohl ich Whiskey Soda bevorzuge.

Wechselte ich meinen Broterwerb nutzte ich die Zeit dazwischen und traf mich mit einigen lieben Freunden fast täglich im Rockpub … Besonders freute ich mich immer auf den „Stammtisch“, wo mich wohl nur drei mit Namen kennt und der Rest nur als das stille Mädel das da irgendwie dabeisitzt und von der keiner so Recht weiß ob sie jetzt da wirklich hingehört …

Ja, ja das Wesen hinter dem Blog schreibt wohl derart viel und gern, da es kaum auf die 3.000 Wörter kommt, welche weibliche Wesen angeblich pro Tag verlieren.

Zu den Live-Auftritten hatte ich es nie geschafft, irgendwie ging es auch immer an mir vorbei wenn Live-Auftritte waren.

Rockpub-Band

Gestern, knapp vier Monate nach der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Rockpub in Schwechat, war somit Premiere für mich, denn zum letzten Abend des Rockpub gab es einige Auftritte, mitten drin der Sänger vom Dhark, welchen ich dann eher an seiner Stimme als an seiner äußeren Erscheinung erkannte, was offen gesagt die Band Dhark, beziehungswiese die Personen dahinter, wieder etwas interessanter werden lässt … Wandelbarkeit gepaart mit Talent, was will man mehr?

Apropos zehnjähriges: Sollte ich nun erwähnen das ich für mein geliebtes Rockpub die Party zum zehnjährigen Bandjubiläum von Dreaded Downfall im B72 sausen ließ?
Alles Gute an dieser Stelle!

Obwohl irgendwie traurig stimmte ich mich daheim mit AC/DC ein, umso erfreuter war ich als die Live-Band soeben Highway to Hell anstimmte, als wir das sehr gut gefüllte Culinarium betraten.

Viele bekannte Gesichter sah ich und ärgerte mich irgendwie nicht deren Namen zu kennen, aber diverse Menschen in meinem Umfeld stellen fest das ich offener und lockerer werde.

Das Barpersonal hatte in jedem Fall sehr gut zu tun und meisterten die Situation souverän und freundlich, wie immer also.

Die Beliebtheit des Rockpub gewaltig unterschätzt und deshalb nicht viel gegessen, weil einfach ein letztes Brot im Rockpub sein musste, gaben der Galan und ich allerdings schon nach eineinhalb Stunden mit knurrendem Magen auf und begaben uns, etwas wehmütig, wieder auf den Heimweg.

Einen Lichtstreif gibt es dennoch am Horizont, am 10. Juni wird man wohl einige bekannte Gesichter aus dem Rockpub bei Rock am Zug, im Eisenbahnmuseum Schwechat, wiedersehen …

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