Veil of Deception im Interview

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Die noch junge Band Veil of Deception ließ mit ihrem ersten Album Deception Unveiled aufhorchen, der starke Bass und die eigenständige Stimme des spanischen Sängers ließen die Gitarren fast im Hintergrund verschwinden. Bereits auf ihrem zweiten Album Tearing up the Roots, ändert sich dies, die Gitarre ist nun oft deutlicher im Vordergrund und scheint nun öfter den Ton anzugeben, manchmal sind es dann aber doch die Drums, welche den Rest an die Wand zu spielen scheinen … So oder so hat die Band viel Potential bewiesen und ist Live durchaus ein Garant für eine tolle Zeit.
Nun erzählen Sie uns wie sie zur Musik kamen, wer ihre Vorbilder sind und was sie geplant haben ….

Wann und wie habt ihr die Leidenschaft für Eure Instrumente bzw. für Gesang entdeckt?

DANIEL (VOCALS):  Mit dem Singen fing es schon in meiner Teenager Zeit an für eine Highschool Rockband, obwohl, soweit ich mich erinnern kann war Singen schon immer meins, stets hatte ich ein Lied auf den Lippen und war sehr interessiert an Texten. Das erste Album das ich je gekauft habe war Iron Maidens Seventh Son Of A Seventh Son, im zarten Alter von 13. Die Platte habe ich noch immer, die Rillen sind mittlerweile ordentlich abgefahren. Der Rest ist Geschichte … Ich glaube ich blieb bei den Vocals da ich meinen liebsten Melodien mit ihr folgen und in der Melodie bleiben konnte. So war schnell klar dabei bleibe ich.

DEJAN (GUITAR): Nach vielen „Rockband“ jam sessions mit meinen Freunden, entschied ich eine Gitarre zu kaufen, probierte und erlernte sie. Ich muss zugeben, Liebe vom ersten Augenblick an.

SAMIR (GUITAR): Zwischen meinem elften und zwölften Lebensjahr entdeckte ich die Gitarre für mich. Dank Gitarristen wie Kirk Hammet (Metallica) und Wes Borland (Limp Bizkit, Marylin Manson) wurde es mein Instrument.

THOMAS (BASS): In jungen Jahren war ich gar nicht so daran interessiert ein Instrument zu erlernen. Dies änderte sich als wir Freunde besuchten und mein Vater begann in einer Jam Session die Gitarre zu dessen Drums zu spielen. Ich war völlig von den Socken, also beschloss ich nun doch ein Instrument zu lernen. Mein Vater schlug vor das ich entweder mit der Bassgitarre oder der Gitarre anfangen sollte. Zudem verriet er mir das der Bass weniger Saiten hat, also machte ich es mir einfach – Ha Ha – Aber ich habe nie wehmütig zurückgeblickt. Ich liebe meinen Bass.

CHRIS (DRUMS): Als ich 10 Jahre alt war, zeigte mir mein Vater „Before I Forget“ von „Slipknot“ und mein Interesse für die Drums wurde geweckt.

Wie hat Veil of Deception zueinander gefunden?

DANIEL: Wir hatten einige Line-Up Änderungen. Vom originalen Line-Up aus 2013 sind nur noch Dejan und ich übrig. Damals war ich frisch von England nach Wien gezogen und wurde auf eine Annonce von Dejan und Gerd (unserem ehemaligen Gitarristen) aufmerksam, sie suchten einen Metal Sänger. Jedenfalls gab es ein paar Wechsel. Thomas (Bass) ist jetzt seit zwei Jahren bei uns und er ist ein wahrer Segen. Auch haben wir eine große Freude mit Samir (Gitarre) und Chris (Drums). Sie bringen derart viel mit ein das es Surreal ist.

Gibt es eine Geschichte hinter dem Bandnamen – Veil of Deception?

DANIEL: Nun, es ist ein sehr cool Klingender Name, oder? Es gibt zwei Gründe: er klingt gut und passt zu uns, unserem Sound, Attitüde und unserer Performance auf der Bühne, aber er ist ebenso ein grandioser Song von Death Angel, ein Song den ich vergöttere …

DEJAN: Die Idee kam aber von unserem vorigen Gitarristen Gerd!

Wie entstehen Eure Songs?

DANIEL: Wir sind demokratisch, jeder kann und soll gerne seine Ideen und Inspirationen mit dem Rest der Band teilen. Bisher war es für gewöhnlich Dejan der mit mörderischen Riffs und freien Song Strukturen kam, schreibe die Texte dazu und der Rest fügte seine Magie hinzu.
Für unser drittes Album, welches gerade in Arbeit ist, ist es jedoch eine deutlich engere Zusammenarbeit von allen Mitgliedern, was die Arbeit, aber auch das Ergebnis deutlich interessanter macht.

DEJAN: Normalerweise entstanden die Songs bei mir zu Hause, Gitarre, Bass und Drums, ich spielte ein Demo zusammen und gemeinsam verpassten wir den Songs den Feinschliff, entschieden zusammen welche Änderungen wir probieren wollten und welche Version die Beste für uns alle war.

SAMIR: Ich spiele mich frei ein, experimentiere und wenn mich dann etwas einfängt und mir einen roten Faden gibt, verfolge ich diese Idee, arbeite daran und perfektioniere sie.

CHRIS: Da gibt es ganz verschiedene Arten. Entweder treffen wir uns im proberaum mit neuen Sachen, die ein Mitglied Zuhause kreiert hat. Oder es wird im Proberaum improvisiert.

Eure Pläne für 2017?

DANIEL: Im Moment schreiben wir wie verrückt und haben einige tolle Auftritte hier und da. Der Fokus liegt aber klar am neuen Album, dann werden wir die neuen Songs Live ausprobiere und dann geht es quasi direkt von der Bühne ins Aufnahmestudio. Später in diesem Jahr beziehungsweise Anfang nächsten Jahres werden aufregende Zeiten. Die neuen Songs haben es echt in sich.

DEJAN: Auftritte, an neuen Songs arbeiten und für das nächste Album vorbereiten.

SAMIR: Soviel wie möglich Live performen und an neuem Material arbeiten.

THOMAS: Wir sind mitten im Prozess neues Material für unser drittes Album zu kreieren und innerhalb Österreichs treten wir weiterhin auf. Derzeit freuen wir uns schon auf unseren Auftritt mit Blaze und Nevrosa. Das wir der Wahnsinn.

CHRIS: Auftritte, Neue Songs und ein verbreiteteres Image

Wo seht ihr Veil of Deception in fünf Jahren?

DANIEL: Das möchte und kann ich gar nicht beantworten. Mir geht es darum die Reise zu genießen und einfach Metal-Musik zu machen. Klar ist es gut Ziele zu haben aber … warum nicht einfach nur den Moment genießen? Wir haben viel erreicht seit die Band vor vier Jahren entstand … unglaublich. Aber da du fragst: solange wir die Möglichkeit haben tolle Songs und Shows abzuliefern bin ich mehr als glücklich.

DEJAN: Bei Auftritten außerhalb von Österreich.

SAMIR: Hoffentlich irgendwo wo wir noch immer stolz auf unsere Band sein können und glücklich ein Teil von ihr zu sein.

Gibt es eine Gewohnheit oder eine Art Ritual vor einem Auftritt?

DANIEL: Ich muss mich immer etwas aufwärmen, bevor es losgeht. Es gibt immer ein Bier vor dem Auftritt (den Rest erst nach der Show J ) und absolviere einige Stimmübungen. Natürlich heizen wir uns als Band auch noch gegenseitig an bevor es auf die Bühne geht und jubeln uns gegenseitig zu.

SAMIR: Eine Dose Monster Energy natürlich

CHRIS: Ohne meine Nike Armband gab es noch nie einen Auftritt.

Was ist Euer persönlicher heiliger Gral?

DANIEL: Gute Frage! Wir alle haben einen, ich glaube es ist was immer uns im Leben glücklich macht. Meine größten Stützen sind meine Familie und die Musik. Ich kann hier nur für mich selbst sprechen, aber ich bin ein Metal-Fan der in eine Metal-Band gestolpert ist – nicht anders herum. Ich könnte auch nicht in einer Band sein (obwohl ich es mehr als vermissen würde), aber wenn mir jemand Musik nehmen würde … ich wäre am Ende.

THOMAS: Mein kleines Mädchen Karoline. In ein paar Tagen wird sie sechs Monate alt und ich genieße jede Sekunde mit ihr in meinem Leben.

CHRIS: Eine Darth Vader Lego-Figur.

Euer bester Auftritt bisher?

DANIEL: Für mich wäre es ein absolutes Highlight, wenn wir mit den Trash-Metal Legenden Flotsam and Jetsam spielen könnten. Eine meiner liebsten Bands von Kindesbeinen an.

DEJAN: Es gab viele tolle Auftritte … Ich kann nicht entscheiden welcher der Beste war, jeder von ihnen hatte etwas Besonders.

SAMIR: Für mich war es beim Escape Metal Corner dieses Jahr. Die Menge war toll in dieser Nacht.

THOMAS: Jeder Auftritt hat seine magischen Momente. Einer der besten Gigs war, meiner Meinung nach, unsere Release Party des zweiten Albums, wir hatten genug Zeit das gesamte Album zu präsentieren aber auch um ältere Songs zu spielen. Bei diesem Auftritt kam Rainer von Enclave zu Daniel auf die Bühne für ein Duett von The Entity

CHRIS: Als co-headliners mit Sacred Steel im Oktober 2016.

Welche (österreichischen) Bands hört ihr selbst gerne?

VoD: Österreichischer Metal rockt, das ist sicher! Einige unserer liebsten Band sind: Enclave, Pain Is, Mortal Strike, Parental Advisory, Mayburn, Camp Chaos, Deathtale, Eneera, Facewalk, Liquid Earth, Titan Killer… Alle können wir gar nicht aufzählen.

Das letzte Konzert oder Festival, welches ihr als Fans besucht habt?

DANIEL: Helgrind im Escape. Zurückhaltend aber tödlich

DEJAN: Beim letzten Auftritt im Viper Room mit Titan Killer und Liquid Earth!

SAMIR: Mein letztes Konzert als Fan war am 25.03.2017 in der Arena, die dänische Band Forever Still traten als Vorband für Children of Bodom auf. Eine nette Band. Nach der Show hatten wir ein tolles Gespräch, posierten für Fotos und zwei CD’s haben sie mir signiert. Ich genoss jeden Moment an diesem Abend.

CHRIS: Die Böhsen Onklez in der Wiener Stadthalle

Ein ultimativer Festival Tipp?

DANIEL: Ich werde beim Vienna Metal Meeting, am 8. April, zugegen sein. Viele tolle Bands dort Mayhem, Asphyx, Flotsam… Herz was willst du mehr?

THOMAS: Ich hatte viel Spaß am Alpine Steel Festival in Innsbruck, welches österreichischen Bands gewidmet ist. Ein sehr gut organisiertes Festival mit einem gemixten Line-Up, sodass für jeden Metal-Fan etwas dabei ist. Auch das Kaltenbach Open Air hebt sich als beliebtes Metal-Festival hervor und steht im Kontrast zu dem doch kommerziellen Nova Rock.

CHRIS: Seerock und Frequency!

Sprechen wir über Tattoos. Wie viele habt ihr und welches bedeutet Dir am meisten?

DANIEL: Nun, ich habe Einige, mir aber noch nicht die Zeit genommen sie zu zählen – Ha ha! Ich mag alle um ehrlich zu sein und könnte auch keines benennen das wichtiger ist als die anderen.

CHRIS: Ich habe 5 Tattoos und mein Lieblingstatto ist mein Skorpion am linken Arm. Ich habe es mit meinem besten Freund in Berlin stechen lassen.

Die erste Stunde des Tages?

DANIEL: Nun ja … für gewöhnlich brauche ich eine Stunde um herauszufinden wo ich überhaupt bin J Ich schlafe sehr tief 😀

SAMIR: Ich versuche wenigstens ein kleines Frühstück zu bekommen.

THOMAS: Aufstehen, die Zeit mit meiner besseren Hälfte genießen, schnell ins Bad (selten ein Frühstück) und dann ab in die Arbeit.

CHRIS: Duschen, Essen, Üben, Arbeiten.

Der schlimmste Job?

DANIEL: Mein allererster Job war an einem Check-In Schalter am Flughafen … Ich hatte Nachtschichten und sah aus wie ein Zombie.

SAMIR: Call Center Agent

CHRIS: Einzelhandelskaufmann im Freudensprung

Gibt es Wünsche an die lokale Musikszene?

DANIEL: Mmmmh interessant. Wenn man in einer Metal-Band spielt muss man bemerken das es nur wenig Geld zu verdienen gibt aber dafür viel Vergnügen, so anstatt sich wie ein Rockstar aufzuführen könnte man etwas runterkommen und die Underground Szene genießen. Respektiere und erfreue dich an anderen Bands (egal ob große oder kleine) und konkurriert nicht miteinander … Menschen helfen Menschen, darum sollte es gehen, also unterstützt einander. Genießt es einfach ein Teil davon zu sein.

DEJAN: Sich gegenseitig zu respektieren, auch die Genres und den Musik-Style, einfach den österreichischen Underground zu schätzen wissen.

CHRIS: Mehr Unterstützung von oben. Und einen guten Weg für die anderen Bands in Österreich

Möchtet ihr sonst noch etwas sagen?

DANIEL: Wir bedanken uns bei jenen die das Interview bis zum Ende gelesen haben! Wir bitten alle Metal-Fans mit guten Beispiel voran zu gehen und ihre Underground Szene und Metal-Bands zu unterstützen. Zudem wollen wir Euch ermuntern auch uns näher zu betrachten und somit Veil of Decepiton zu unterstützen.  Ich denke wir sind eine Band die viel zu bieten haben und es Wert sind erkundet zu werden. Auch Dir danken wir für Deine Unterstützung. Verändere Dich nie.
Cheers!!

www.facebook.com/veilofdeception
www.veilofdeception.com

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