Gar nicht Undercover als Miss Undercover

Obwohl immer wieder versteckt und auch mal weniger versteckt angedeutet. Dazu auch teilweise via sozialen Medien, also Instagram oder auch Facebook verfolgbar, weigert sich irgendetwas in mir, nach wie vor, über diverse Nebentätigkeiten des Wesens hinter dem Blog zu schreiben. Dabei bieten jene Nebentätigkeiten tatsächlich ganz schön viel Erzählstoff, was teilweise meiner quirligen Art, wie es andere nennen, geschuldet ist. Letztens fiel ich samt einem Mikrofonständer um … Mehrfach …

Erstmalig öffentlich darüber schreiben wollte und sollte ich erst im August, obwohl niedergeschrieben sind die Eindrücke jener Nebentätigkeit schon und irgendwo in den Tiefen meines Laptops versteckt. Ich nehme an das mich bis August entweder der Mut verlässt die Geschichte öffentlich zu erzählen oder ich schlichtweg darauf vergessen werde … Allerdings steht dann eine Premiere an … Okay, okay genug der Selbstbeweihräucherung und des Klippenhängers.

Der Sommer kommt und wie jedes Jahr starten diverse Projekte an welchen ich mich aus unterschiedlichen Gründen beteilige … Manchmal tatsächlich nur um mal etwas aus dem Alltagstrott herauszukommen … Meist weil mir die Menschen etwas bedeuten und ich gerne helfe und es mir ohnehin auch Spaß macht, da ist das Wesen hinter dem Blog relativ Konsequent, macht es keinen Spaß macht sie es nicht.

Nun wurde kürzlich zu einer Misswahl in der schönen Steiermark gerufen, nein nicht Miss Steiermark, sondern Miss möchte ich das wirklich verraten? Vorerst jedenfalls nicht, zumal sich das Wesen hinter dem Blog offenbar gar nicht mehr so Inkognito bewegt wie es denkt oder dachte.

Ich folgte diesem Ruf, zumal es eine Einladung zu einer anderen Misswahl, außerhalb einer Disco gibt, rechnete mir aber von Anfang keine Chancen aus, da bin ich zu realistisch, zumal ich mir relativ knapp vor den Ruf nach freiwilligen Missen die Haare absäbelte, gänzlich ohne Schnitt, einfach schnurgerade auf Schulterhöhe ab, keine Stufen, keinen Bob, nichts.

Allerdings war dies keinem Rappel sondern einem Unfall geschuldet, oder mehrerer … Uh jetzt könnte ich vom Leder ziehen … Lasse ich die Chance verstreichen? Nein. Es begann damit, dass diverse Menschen einen für gewisse Projekte … herrichten … Meine dicken Haare verzeihen viel und so machten sie vorigen September den Wechsel von … irgendwas Braun … auf Weißblond anstandslos mit, selbst die Spitzen überlebten diese Tortur. Bald darauf wurden die Haare wieder Schwarz, ohne auch nur einen Millimeter Länge einzubüßen.

Übel nahmen sie den Projektcoiffeuren allerdings deren Art soeben strapazierte Haare ohne Entwirrungsspray oder dergleichen zu bürsten. Obwohl, dafür müssen die Haare nicht mal Strapaziert sein, fährt man wie mit einer Mistgabel durch und reißt, weil es ja eh nicht der eigene Kopf ist, dann reißen auch irgendwann einmal die gesündesten und stärksten Haare ab.

Ausschlagegebend war allerdings das ich am Abend, nach jenem Projekt mit dem Mikrofonständer, die Lage meiner langen Haare gänzlich unterschätzt hatte und sie mir so im Reißverschluss meiner Jacke einzwickte und somit auch abriss. Bald hierauf wurde ich allerdings daran erinnert warum das Wesen hinter dem Blog, welches keinen Fön oder sonstige Hitzeutensilien für Haare besitzt, kurze Haare an sich nicht schätzt, ihre leichte Wellen, welche der schwere bei Länge ordentlich zu Opfer fallen, machen jetzt wieder was sie wollen.

Allerdings würde es in der Disco der Misswahl einen Stylingcorner geben, bei welchem man sich Schminken und die Haare machen lassen konnte. Einerseits bezweifelte ich angesichts des zeitlichen Ablaufes und zehn Damen das sich alles ausgehen würde und andererseits: Schminken lasse ich mich auch äußerst ungern, aber das würde nun tatsächlich zu weit führen, also klatschte ich mir selbst eine tönende Tagescreme drauf, wobei diese wohl eine ähnliche Wirkung hat wie transparente Socken mit Muster … zog die Augenbrauen etwas nach , da Augenbrauen ja das neue Schwarz sind und setzte auf den Klassiker Wimperntusche mit etwas Eyeliner.

Ohne galansche Begleitung, selbiger weilte nämlich in Steyr was gar nicht in der Steiermark ist, kam ich gänzlich überdreht am Ort des Geschehens an, ein Durchgang würde im Discooutfit erfolgen, ich vertraute hier, vor der Wahl des Gewandes, auf die Google Bildersuche und musste nun wenige Minuten vor meinem Walk of Shame feststellen das mein Discoshirt einen Ölfleck hatte.

Das Ölflecken aus Kleidung kaum mehr rausgehen wusste ich, allerdings nicht wie dieser Ölfleck auf das Shirt kam, erst während meinem Walk of Shame, welchen ich so nenne da ich natürlich mitten in der Mitte ausrutschte, hierbei grazil und vollkommen mit den Armen ruderte und natürlich auch noch eine Grimasse zog, sollte mir wieder einfallen das wir ja bereits die Motorräder ausgewintert hatten.

Mit sichtbaren Ölfleck, kaum hergerichtet und dann doch nicht mehr ganz in die Altersgruppe passend erhielt ich zu meiner völligen Überraschung allerdings gar nicht so eine schlechte Bewertung, nichts unter sieben ist da schon was.

Schnell ging es ans umziehen, da ein weiterer Durchgang im Abendkleid erfolgen sollte, wo man vielleicht dann doch die eine oder andere Stutenbissigkeit im Bereich der Missen bemerken konnte, vielleicht war es auch nur der Nervosität geschuldet … Allerdings stellte ich beim ersten Durchgang relativ verwundert fest, dass ich vorerst ziemlich alleine für meine Mitstreiterinnen klatschte.

Das Abendkleid hatte keinen Ölfleck, noch immer nicht wirklich geschminkt und erneut am nassen Boden etwas ausrutschend und somit erneut mit Grimassen und ruderten Armen posierend, erhielt ich diesmal sogar eine Neun … Woohoo.

Apropos rutschen, die drei Apfelspritzer vor dem ersten Durchgang hätte ich mir wohl sparen können, aber ich war so Nervös wie seit der Führerscheinprüfung nicht mehr …

Die Missen von Platz drei bis eins hatten es ehrlich verdient, überaus hübsche junge Damen und so feierte ich ihren Sieg und meine neu gewonnene Erfahrung, nachdem ich seit einigen Tagen etwas in der Stimmung getrübt war, ziemlich feuchtfröhlich aber dennoch nicht zu feuchtfröhlich …

Am nächsten Tag gegen Mittag ging es nun wieder nach Hause … bevor es nächsten Samstag wieder in die schöne Steiermark zum Feel the Noise Festival gehen wird …

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