Wir fühlen die Musik, Feel the Noise Festival 2017 – Part II

Gestärkt durch die, für mich veganen für den Galan fleischlichen, Köstlichkeiten am Stand der Familie Dietel und nach einem weiteren kurzen Plausch mit dem in der Metalszene nicht unbekannten Wolferl begeben wir uns zurück in die Mehrzweckhalle Troifaiach und besuchen wieder die kleiner Halle mit der Gain Stage, auf welcher sich Dark Zodiak nun die Ehre geben.

Dark Zodiak

Neben der Musik fegt uns Dark Zodiak mal gleich mit ihrer imposanten Frontfrau weg, welche ihre schwarze Mähne gekonnt zur Musik wirbelt und richtig fiese Growls auf den Punkt trifft. Oha. Würde ich es nicht eben Live hören, würde ich wohl nicht glauben das eine Frontfrau es so draufhaben kann, zumal sie ein interessantes Stimmspektrum vorzeigt.

Zu ihrem interessanten Gesang gesellen sich knackige und irgendwie doch leicht fiese Riffs, mit Drums welche die Hörer auf das folgende Metalgewitter einstimmen. Ihrem Genre dem Death/ Trash Metal werden sie mehr als gerecht.  Auch hier sind wir ganz schon gefesselt von der Performance und werden zum Mitfeiern animiert.

Aber erneut stelle ich fest das die Bühne heute nicht gut besucht ist, zumindest nicht durchgehend … Wo ward ihr denn alle? Beziehungsweise wo seid ihr immer hin? Bei einer ihrer letzten Nummern: Hollidays, habt ihr echt was verpasst.

Wie letztes Jahr ist es im kleineren Raum der Gain Stage etwas wärmer, weshalb wir uns nach Dark Zodiak und vor Killing Age nochmals schnell an die frische Luft begeben. Dort quälen wir kurz die Rettungskräfte und erfahren das sie von circa ein Uhr am Nachmittag bis in der Früh durchgehend die Stellung halten werden, ohne Ablöse. Ich ziehe meinen Hut und bedanke mich an dieser Stelle für ihren Einsatz. Draußen sowie drinnen haben sie stets ein wachsames Auge, wenn die Fans etwas übermütig werden und wie wild herumtollen.

Aber auch die Securities, welche wohl dasselbe Schicksal teilen, werden sofort Aufmerksam und begeben sich in die Nähe von kleineren Circle Pits, oder wenn ein übermütiges Tollen wie ein Streit wirkt. Können die Lage aber stets richtig einschätzen und warten am Rand ab ob sie eingreifen oder helfen müssen. Auch an Euch einen kleinen Dank an dieser Stelle. Gut zu sehen das Rettungskräfte und Securities präsent sind und ihre Aufgabe ernst nehmen.

Killing Age

Exakt als wir die größere Halle mit der Noise Stage, welche Killing Age bereits geentert haben, betreten, verkündet der Killing Age Frontmann ein Fan von Vinegar Hill zu sein … Zack, Stein im Brett.

Die Interaktion mit dem Publikum lässt keinen Raum für Beschwerden, Killing Age wissen wie man einer Festivalmeute einheizt und lockern immer wieder mit kleinen Späßchen auf bevor es wieder gekonnt zur Sache geht. Das Wesen hinter dem Blog hat gelernt das Vergleiche manchmal nicht so gut ankommen, dennoch lässt es sich nicht nehmen während Killing Age manchmal an Machine Head und vielleicht gar Pantera zu denken, deshalb verweist es nun darauf, dass dieser Vergleich natürlich nicht negativ gemeint ist, zumal beide genannten Bands zu meinen Favoriten gehören.

Wie erwähnt schwächelt das Wesen hinter dem Blog gesundheitlich etwas und obwohl es sich lediglich einen Radler und ein sehr seichtes Almdudler-Weiß gegönnt hat, zerrt der Nachmittag schon etwas an mir und so muss ich vor der letzten Nummer von Killing Age nochmals an die frische Luft … Lange Rede kurzer Sinn, es verabsäumt somit sich eine CD der deutschen Band mitzunehmen, dafür überlegt es Killing Age bei einem der nächsten Auftritte in Deutschland zu besuchen.

Doomas

Die folgenden Doomas, welche extra aus der Slowakei angereist sind, auf der Gain Stage sind … speziell … nicht schlecht, durchaus interessant aber eben nicht wirklich etwas für die breite Masse, obwohl dies kaum eine Band aus dem Metal-Genre ist. Zudem sind sie durchaus etwas düster, wobei dieser Eindruck wiederrum, einerseits durch den Mikrofonständer welchen ein Pentagramm ziert und andererseits durch eines ihrer Musikvideos, welches ich mir vor dem Festival ansah, verstärkt wird. Genauer heißt der Song zu besagten Video Forlorn … und tatsächlich würde ich sagen besagtes Video könnte … etwas an die Substanz gehen oder auch auf den Magen … Eine solide Fangemeinde dürften sie allerdings bereits haben, bei ihnen ist die Halle der Gain Stage erstmals durchgehend relativ gut gefüllt und auch wenn sie, besonders in ihren Musikvideos … sehr speziell … sind, sind sie Live durchaus angenehm zu sehen und zu hören … Einzig die Interaktion mit dem Publikum fehlt völlig, wobei dies wiederrum ein wenig die vermittelte … Unnahbarkeit oder Andersartigkeit … unterstreicht und somit fast als künstlerischer Aspekt der Band gesehen werden kann.

Visions of Atlantis

Etwas von der düsteren, aber dennoch interessanten, Melodie überfordert und mit beginnendem Kopfschmerz und leichten Glühwürmchen vor den Augen begeben wir uns wieder … ? … richtig nach draußen. So muss ich nun circa ein Viertel der Performance von Visions of Atlantis, bedauerlicherweise, auslassen.

Selbige können auf eine bewegte und erfolgreiche Bandgeschichte mit Touren durch die Vereinigten Staaten als Support für Epica zurückblicken. Gar nicht schlecht für eine österreichische Band aus Bruck an der Mur. Das klingt jetzt fies, aber mir kann nicht jedes Genre gefallen und so muss ich gestehen das Visions of Atlantis mit ihrem Symphonic Metal meinen Geschmack nicht treffen, dies ist aber nicht Negativ gemeint und sie müssen ja gar nicht meinen Geschmack treffen.

Denn die Fans tummeln sich nun vor der Noise Stage und kommen jeder Aufforderung zum Klatschen oder Mitsingen nur zu gerne nach. Auch Sympathie und Esprit versprüht die Band, wodurch sie eben auch mich, als nicht Fan des Genres, durchaus bei einigen Nummern mitreißen. Besonders als ihre hübsche Frontfrau, Clémentine Delauney, eine Ballade zum Besten gibt, stehe ich mit offenem Mund und feuchten Augen da.

Wunderschön. Allein bei der Erinnerung an ihren Gesang, ihrer Gestik und ihrer Mimik, kommen wieder Emotionen in mir hoch. Ich wiederhole mich: Wunderschön. Kompliment. Punkt.

Ein weiteres Highlight gibt es noch, als Fans und Frontfrau dem Frontmann, Siegfried Samer, ein Ständchen zum Geburtstag darbringen.

Senntus

Vor Senntus gönnen wir uns nun keine Pause, eigentlich hätte die Band bereits in den früheren Stunden spielen sollen, durch einen krankheitsbedingten Ausfall bei Deadlock, an dieser Stelle gute Besserung an ihren Gitarristen, wurde ihr Auftritt verschoben. Zum Glück, sonst hätte ich sie verpasst.

Als erstes sticht einem ihr Bassist in die Augen, in Mini Kleid und Netzstrumpfhosen mit langen Locken und dann doch extrem tiefer Stimme, leider ergibt es sich nicht das ich ihn fragen kann was hinter dieser vermeintlichen Kunstfigur steckt.

Interessant ist bei ihnen das sie auf Deutsch singen, wobei ich da ein ordentliches Stück Sarkasmus wittere, dazu reihen sich eingängige, treibende Gitarrenriffs und generell eine sehr interessante Dynamik und Melodie in ihren Songs … somit muss ich schlichtweg sagen: Bitte mehr und danke das ihr Auftritt verschoben wurde, zumal sie während einer Umsteck-Aktion ihres Bassisten wirklich gute Späßchen treiben und dies obwohl bei Metal nicht gelacht wird …

Vor Infected Rain, müssen wir wieder nach draußen, ich hoffe das eine Portion Pommes und die frische Luft meinen Kreislauf wieder mehr in Schwung bringt.

Infected Rain

Infected Rain sind für Darkfall eingesprungen und kommen aus Moldavien, ihre überaus ansehnliche Frontfrau, Lena, ist auch für mich ein Augenschmaus. Hinter ihrer Ausstrahlung braucht sie sich allerdings nicht verstecken, auf der Bühne legt sie mit satten Growls und ordentlichen Metal-Geschrei los, aber auch ihr Klargesang muss sich nicht verstecken. Dennoch ist man dann etwas überrascht als sie zwischen den Songs ein fast schüchtern wirkendes Thank you an die Fans richtet.

Ein gutes Bild über das interessante Gesangs- und Musikspektrum kann man sich übrigens bei Mold machen.

Eigentlich bin ich weiblichen Sängern nicht sonderlich zugetan, aber diese Band bleibt auf meinem Radar. Die ziemlich energiegeladene Live-Performance hat restlich überzeugt. Bitte, bitte sendet diese Band doch aufs Nova Rock … zum Beispiel anstatt Linkin Park …

Cannonball Ride

Während Cannonball Ride nun die Gain Stage einnehmen, können wir durch den Ausgang sehen das Infected Rain sich am Merchandise Stand ausgiebig Zeit nimmt für Unterhaltungen und Fotos mit ihren Fans.

Zu Beginn ist es bei dem Auftritt der Oberösterreicher tatsächlich noch etwas leer, dies ändert sich allerdings ziemlich bald, was zu meinem Nachteil gereichen soll.

Persönlich habe ich mich, neben Ebony Archways, auf Cannonball Ride am meisten gefreut, trotz stärker werdendem Kopfschmerz und penetranten Glühwürmchen genieße ich ihren Auftritt bis ins letzte Viertel. Tatsächlich ist die Stimmung derart gut und ausgelassen, dass der Bassist einen kurzen Schlag mit dem Mikrofon abbekommt, welches der Sänger schwungvoll am Kabel in immer größeren Kreisen dreht.

Dann ging es für mich leider schnell ziemlich bergab und da bereits einige schon via Privater Nachrichten nachgefragt haben, entschied ich mich „öffentlich“ zu verkünden, was gar nicht so spektakulär ist. Das Wesen hinter dem Blog leidet von jeher unter niedrigem Blutdruck, welcher ihm in der Übergangszeit, wo es in einer Woche Temperaturschwankungen von bis zu zehn Grad gibt einfach ziemlich zusetzt. Zudem fiel es, wie an anderer Stelle erwähnt, bei einer Nebentätigkeit mehrfach um … tatsächlich fiel es dabei etwas ungünstig auf seinen Kopf und zog sich an selbigen ein kleines Cut (zu Deutsch Platzwunde) zu … trotz ärztlichem Rat ein paar Tage, am besten eine Woche, Bettruhe einzuhalten, stellte es sich dem Monatsabschluss beim Broterwerb und nahm drei aufeinander folgende Termine in der Steiermark war … Dies forderte gestern Abend schlichtweg seinen Tribut, wodurch es am Weg zurück zu Flipper vom Galan gestützt werden musste …

… Ergo, seid nicht wie das Wesen hinter dem Blog und hört auf Eure Ärzte. Punkt.

Jedenfalls werden wir den Abend mit Cannonball Ride wohl in Wachenroth (Deutschland) am 27. Mai nachholen, wobei sie dort gemeinsam mit Vinegar Hill auftreten.

Fotos und Videos hier

Viel bessere Fotos hier von Shooting Range Fotography

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