Fluch der Karibik: von Davy Jones und dem fliegenden Holländer

Nachdem wir hier von der Vorliebe für Totenköpfe des Wesens hinter dem Blog erfuhren, wer die Kariben sind, Port Royal gar nicht so piratenfeindlich war und das Piraten gar nicht unanständig, sondern eher anständig waren, gehen wir nun weiter dem Kassenschlager Fluch der Karibik, welcher soeben seinen fünften Teil in den Kinos präsentiert, auf den Grund …

Spielte im ersten Teil sie geheimnisvolle Insel Isla de la Muerta, welche es abgesehen von einem Auftritt in Fluch der Karibik, davor schon im Buch The Lost World gar nicht gibt, aber immerhin auch von der britischen Band Ten besungen wird, eine tragende Rolle, dreht sich im zweiten und dritten Teil von Fluch der Karibik alles um den fliegenden Holländer, die Truhe des Davy Jones und eine Meeresgöttin Namens Kalypso.

Warum ich Kalypso nicht wie in den Filmen mit C schreibe? Soweit das Wesen hinter dem Blog in Erfahrung bringen konnte kennt keine Kultur eine weibliche Meeresgottheit. Lediglich eine Nymphe der griechischen Mythologie und zwar jene welche Odysseus in seiner Odyssee bis zu sieben Jahre bei sich behalten haben soll.

Mit dem fliegenden Holländer an sich hat allerdings auch keine eventuelle Meeresgöttin etwas am Hut und mit Davy Jones schon gar nicht.

Sage, Legende oder einfach Seemannsgarn? So genau lässt sich das beim fliegenden Holländer gar nicht sagen, lediglich das er eigentlich gar nicht in die Karibik, sondern an das Kap der guten Hoffnung gehört. Selbiges, also besagtes Kap, ist ganz schön gefährlich und kompliziert. In der Tafelbucht, benannt nach dem Tafelberg, fanden Taucher über 300 versunkenen Segelschiffe, dies hat verschiedene Gründe. Einer davon ist das besagter Berg, der Tafelberg, über 1000 Meter aus dem Meer ragt, wodurch es zu ganz schön unangenehmen Fallböen kommt. Ein anderer das viele Seefahrer bedauerlicherweise Cape Point, welches jenen Punkt markiert ab welchem die Schiffsroute wieder nach Norden führt, mit Cape Hangklip verwechselten und somit munter in ihr Verderben segelten.

Nun herrscht am Kap der guten Hoffnung von Mai bis Oktober die Regenzeit, damalige Schiffe waren nun teilweise nicht in der Lage gegen die starken und wechselnden Winden anzukämpfen, wodurch sie einige Wochen im Zick-Zack Kurs an ihr Ziel steuern müssten; fachmännisch nennt man dies übrigens Kreuzen.

Sei vorsichtig was Du Dir wünscht … Es könnte in Erfüllung gehen

Besagter Holländer soll nun beim Versuch das Kap zu umschiffen, etwas unbedacht, geäußert haben: Er fahre bis zum jüngsten Tag wenn es sein müsse … und so war es dann auch …
Tatsächlich wurde diese Geschichte schließlich um eine mögliche Erlösung erweitert, in einer Version darf er alle sieben Jahre, in einer anderen alle zehn Jahre – wie Davy Jones – an Land gehen, findet er eine Frau, welche ihn aufrichtig liebt, wird er erlöst.

Aber auch der Tod kommt beim fliegenden Holländer vor, nicht nur in der Form einer untoten Mannschaft, sondern auch in Form einer Geisterhand, für welche ein Beiboot zu Wasser gelassen wird, damit sie Briefe an längst Verstorbene zustellen kann.

Genährt wurde die Sage … oder Legende … oder ? … durch mittlerweile nicht gänzlich unbekannte Phänomene. Einerseits schleppten anno dazumal die Seeleute ganz schön viele Krankheiten mit sich an Bord, weit gefährlichere als die Männergrippe, wodurch nicht selten Seuchen an Deck ausbrachen, jedes andere Schiff blieb diesen nun fern und Schiffe mit erkrankter Mannschaft wurden in keinem Hafen angenommen, so trieben diese Schiffe irgendwann, ohne lebende Besatzung, auf offener See. Das andere Phänomen wäre die simple Luftspiegelung, welche uns auch manchmal Kamele in Deutschland sehen lässt.

Wer er nun war, der fliegende Holländer soll noch nicht eindeutig geklärt sein, in jedem Fall ein Niederländer und öfter in diesem Zusammenhang genannt wird, Nein nicht Davy Jones, sondern Bernhard Fokke, er war bekannt eine schier unmögliche Geschwindigkeit bei seinen Seefahrten zu erreichen und so bildete sich zu Lebzeiten die Vermutung er stünde mit dem Teufel im Bunde. Als er schließlich von einer Fahrt nie mehr zurückkehrte, dass er nun als fliegender Holländer des Teufels Werk auf den Meeren zu verrichten hatte.

Wer ist Davy Jones?

Die Figur des Davy Jones kommt nun auch aus einer Sage, allerdings findet das Wesen hinter dem Blog dazu wenige Informationen. In jedem Fall ist es möglich in Davy Jones Kiste zu landen, was allerdings sinngemäß bedeutet ein nasses Grab, am Grund des Ozeans, zu finden.  Zudem muss der Name Davy Jones für den Teufel der Meere herhalten.

Die möglichen reellen Personen, auf welchen die Figur des Davy Jones sich stützen könnte, sind mitunter recht erheiternd. Der erste ist allerdings unspektakulär und dazu unwahrscheinlich, um 1630 trieb ein Pirat namens David Jones sein Unwesen im westindischen Ozean, allerdings soll er weder berühmt noch berüchtigt genug gewesen sein um der Teufel der Meere zu werden.

Der zweite eventuelle Namensgeber ist hier schon etwas ulkiger … fies aber ulkig. Ein englischer Pub Besitzer soll betrunkene Seeleute in einem Bierschrank eingesperrt haben und anschließen auf beliebige, ablegende, Schiffe verfrachtet haben.

Nachdem man nun von der dritten Figur liest, ist wohl kaum schwer zu erraten welche die Lieblingsfigur des Wesens hinter dem Blog ist: Ein Seemann Namens Duffer Jones soll unter Kurzsichtigkeit gelitten haben, weshalb er öfter mal über Bord ging.

Die Religion ist natürlich auch nicht weit, walisische Seemänner sollen in Zeiten der Todesgefahr den Heiligen David angebetet haben …

 

Welche Mythen ranken sich tatsächlich um Black Beard? Wer war Ponce de Leon wirklich? Wie viele Piraten gab es wirklich? Was ist ein Jolly Roger nun genau?

Das gibt es im nächsten Teil …

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