Fluch der Karibik: mit Blackbeard durch das goldene Zeitalter der Piraterie

Unsere Reise begann mit Christoph Kolumbus, hier erfuhren wir wer die Ureinwohner der Karibik waren, was nun Bukaniere, Freibeuter und Piraten sind und warum Piraten gar nicht so unanständig waren. Schließlich widmeten wir uns im zweiten Teil einer der Hauptfiguren aus Fluch der Karibik 2 und 3, Davy Jones. Nun begeben wir uns in Blackbeard in fremde Gezeiten, im goldenen Zeitalter der Piraterie und entdecken dabei vielleicht den Jungbrunnen.

Blackbeard soll es zu einem der bekanntesten und berüchtigtsten Piraten der Karibik werden, seine Geschichte als Pirat beginnt mitten im goldenen Zeitalter der Piraterie. 1714 arbeitet Blackbeard als Mitglied einer Mannschaft des früheren Freibeuters und nun Piraten Benjamin Hornigold. 1717 übernimmt Blackbeard das Kommando auf der Sloop Revenge, welche zuvor dem Plantagensohn und späteren Gentleman Pirat Stede Bonet gehörte.

Eine Sloop ist übrigens sowas wie ein UFO der Meere, seinerzeit verwendete man den Begriff Sloop für ein nicht klassifiziertes Schiff.

Kaum hatte Blackbeard ein Schiff unter seinem Kommando steckte er sich offenbar hohe Ziele, im Oktober 1717 griff er Küstenstädte, darunter Philadelphia und New York an, nebenbei kaperten er und seine Mannschaft dabei 15 Schiffe. Sein Ruf war im somit bereits gesichert und als sich Piratenfänger an sein Schiffsheck hefteten setzten er und seine Mannschaft Kurs in die östliche Karibik.

Die Zeitungen berichtete und anscheinend gab es auch damals die Lügenpresse, aus seinem bürgerlichen Namen Edward Thatch wurde nun Edward Teach.

Bereits im November 1717 kapern sie dort das 250 Tonnen schwere Sklavenschiff La Concorde. Ein leichtes Spiel da zu einem die Vitaminmangelkrankheit Skorbut auf der La Concorde um sich gegriffen hatte und andererseits, um mehre Platz für die angeketteten Sklaven zu haben, auf einige der ursprünglich 40 Kanonen verzichtet wurden.

Blackbeard zeigte sich hierbei gar höfflich, von den über 400 Sklaven behielt er circa 60 und überlies die restlichen dem soeben bezwungenen Kapitän der La Concorde, damit er diese verkaufen konnte. Die La Concorde behielt Blackbeard, ließ sie für seine Zwecke umbauen und gab ihr den allseits bekannten Namen Queen Anne’s Revenge, ein kluger Schachzug, waren Sklavenschiffe schnell groß und vor allem gut bewaffnet.

Der Name des Schiffes ist übrigens, relativ offensichtlich, eine Huldigung an die englische Königin, Queen Anne, der in die Karibik verschleppte spanische Erbfolgekrieg, in welchem Edward Tatch auf Seiten der Briten als Freibeuter gekämpft hatte, wurde in der Karibik unter Queen Anne’s War bekannt.

Er perfektionierte nun sein Auftreten, indem er sich einerseits stets mit mehreren Klingen, Messern und Pistolen behängt zeigte und andererseits damit begannen in seinen langen, dichten und rabenschwarzen Bart brennende Lunten einzuflechten. Letzteres natürlich nur vor einem Gefecht. Somit soll sein teuflisches Aussehen allein gereicht haben, dass Mannschaften eines Handelsschiffes ohne Gegenwehr gekapert werden konnten.

Abseits der See spielte sich Blackbeards Leben in seinen Hauptquartieren auf den Bahamas und britisch Carolina, welches sich knapp über Florida befand. In North Carolina beteiligte Blackbeard den Gouverneur an seiner Beute, wodurch er Immunität und Schutz erhielt.

Zur Ruhe setzte er sich allerdings nie und so sollte seine Karriere wohl schneller enden als sie begann, bereits 1718, belagerte er mit seiner Mannschaft Charleston in South Carolina. Drogen und Alkoholabhängig soll Blackbeard eine Schachtel Laudanum und Medizin für seine Mannschaft gefordert hatten. Dies kam nun dem Gouverneur von Virginia zu Ohren, welcher zwei kleine Handelsschiffe, voll besetzt mit Mannen der Royal Navy, entsendete.

Blackbeard von seinem Ruf verwöhnt und vielleicht doch nicht ganz so grausam wie öfter dargestellt, beschloss die Schiffe einfach zu entern, da sie keinen Kanonen an Bord hatten und offensichtlich über geringere Besatzung verfügten. Kaum hatten die Piraten das Schiff betreten stürmten die Mannen der Royal Navy an Deck. Tatsächlich waren die Piraten in der Unterzahl und Blackbeard verstarb in dem Gefecht an fünf Schusswunden und zwanzig Schnittwunden. Sein Kopf soll am Bug des Schiffes aufgehängt worden sein … Sein Körper soll noch zwei Runden um sein Schiff geschwommen sein, bevor er endgültig auf dem Meeresgrund versank … Woher man dann wohl nur von den Schuss und Stichwunden wusste?

Der Jungbrunnen des Juan Ponce de Leon

Juan Ponce de Leon begleitet Christoph Kolumbus auf dessen zweiten Fahrt nach Amerika. 1508 gründet er auf einer Insel der Karibik eine Stadt die später als San Juan, auf Puerto Rico, bekannt werden soll. Die dort ansässigen Ureinwohner empfangen ihn mit offenen Armen, ein reger Austausch begann, bevor die Ureinwohner unter seiner Herrschaft als Gouverneur leiden sollten.

Ob es nun dieser ansässige Stamm der Agüeybana oder doch die Arawak waren, welche Juan Ponce de Leon von dem legendären Jungbrunnen berichten, ist nicht näher überliefert.

Um 1513 bricht Ponce de Leon schließlich Richtung Florida auf um den legendären Jungbrunnen zu suchen, wobei sein Navigator den Golfstrom entdeckte. Juan Ponce de Leon entdeckte hierbei die Koralleninseln der Florida Keys. 1514 erhält er die Genehmigung das Land zu besiedeln, reist selbst aber erst gegen 1521 zurück. Ob er in der Zwischenzeit weiter verzweifelt nach dem Jungbrunnen suchte ist nicht überliefert.

Als er nun das Land für Spanien in Besitz nehmen will, erwartet in sein jähes Ende, die Besetzer werden von Einheimischen angegriffen und Juan Ponce de Leon wird von einem vergifteten Pfeil getroffen. Einige Tage später soll er in Havanna daran verstorben sein.

Die mythische Inselgruppe Bimini

Während Juan Ponce de Leons Suche bei Florida galt wohl das Motto knapp daneben ist auch vorbei. Tatsächlich soll sich laut der Legenden der Ureinwohner besagter Jungbrunnen bei der Inselgruppe Bimini, nahe den Bahmans und somit Nahe bei Florida befinden.

Viele Mythen ranken sich um die Inselgruppe mit den zwei kleinen Hauptinseln North und South Bimini. So soll die Bimini Road, eine 800 Meter lange Formation aus Kalkgesteinen gut sechs Meter unter dem Meeresspiegel soll von Menschenhand geschaffen sein und wird somit mit Platons Atlantis in Verbindung gebracht.

Aber eben auch der Quell der Jugend soll bei Bimini liegen, genauer soll der sagenumwobene Jungbrunnen welcher Juan Ponce de Leon beschäftigte in den seichten Tümpel von South Bimini zu finden sein.

Eventuell ist der tatsächliche Jungbrunnen jedoch auf North Bimini, ein Mangrovenwald bedeckt einiges der Landfläche von North Bimini. Am Ende eines Tunnelnetzes liegt ein Tümpel. Jeden Tag während der Ebbe gelangt Meerwasser in diesen und bildet einen Teich. Die natürlichen Vorkommen an Lithium und Schwefel werden dabei mit dem Salzwasser hineingeschwemmt und sollen auch nur zwei der Elemente sein, welches dieses Wasser enthalten soll. Immer wieder sprechen Besucher des Tümpels davon das das Wasser auf sie eine heilende und geistige sowie körperliche verjüngende Wirkung gezeigt haben soll … Wer kommt mit auf die Bahamas?

Im letzten Teil widmen wir uns dann endlich dem Jolly Roger und den wenigen, aber dann doch vielen anderen Piraten … Darunter vielleicht sogar einem Salazar?

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