Der erste Tag am Nova Rock: raus aus der Zivilisation rein ins Dixie Klo

Es ist wieder soweit und das Wesen hinter dem Blog meldet sich Live und in Farbe aus Flippers Hinterteil, welcher die nächsten Tage als Domizil in der staubigen Tiefebene des Nova Rock dienen wird …

Die Anreise am Mittwoch zu Mittag gestaltet sich, wie gewohnt, unspektakulär, keine Staus und kurzzeitig etwas zäher Verkehr, allerdings steht ein Fenstertag an und am Weg zum Nova Rock passiert man, ein in Österreich, durchaus beliebtes Einkaufsdorf, in welchem sich etliche Designer Marken in einem Outlet zusammengeschlossen haben.

Bis zum Abend schone ich mich, dass wird auch heute so bleiben und so geht es erst eine halbe Stunde vor Airbourne auf das Gelände. Die Vorbereitungen hierzu verlangen mir das Auftragen von Sonnenschutz ab, wobei ich kurzzeitig mit dem Pumpspray überfordert bin, das Pump-Dingens will sich einfach nicht so … pumpen … lassen wie ich es gerne hätte.

Die Hard Rock Band aus Australien hat die feierwütige Meute von Anfang im Griff, sie spielen Klassiker nach Klassiker und machen ziemlich Stimmung, zusehends füllt sich das Gelände während ihrem Auftritt, vielleicht sind doch Airbourne der heutige Headliner?

Selbst bekomme ich das bunte Treiben, bedauerlicherweise, nur am Rande mit, denn vorerst erhalten wir das falsche Band, was wir erst erfahren als Airbourne soeben die Menge begrüßt, somit müssen wir wieder zurück zur Bandausgabe und alles richtigstellen lassen und dann weiß irgendwie keiner wie man nun den Chip aktiviert, welchen selbiges Band hat oder wo überhaupt genau. Als das ganze Durcheinander endlich durschaut ist, alles so funktioniert wie es soll und man sich entspannt auf die Band konzentrieren könnte, verlässt selbige auch schon die Bühne ….

Die Pause bis zu Steel Panther, jenen Glam-Rockern welche sich, musikalisch gesehen, in die Zeit vor dem Grundge zurückwünschen, nütze ich um zu essen wie der erste Mensch, mein Essen verteilt sich, aufgrund etwas unguter Füllung eines Fladenbrotes, auf meinen Händen, Unterarmen, Haaren und der Großteil auf den Tisch an welchen ich mich gestellt habe … Wenigstens den Tisch bewahre ich mit Hilfe von Servietten vor einer großen Sauerei, sodass nach mir noch jemand anderer dort speisen kann.

Als ich gesäubert bin und mir endlich ein wenig von Steel Panther ansehen kann, wundere ich mich wo plötzlich die ganzen pinken Leggings hergekommen sind.  Fans und Band haben sichtlich eine gute Zeit, ich verstecke mich mit meinem ersten Radler noch so gut es geht vor der Sonne und kann deshalb nicht so mitfeiern wie ich es gerne würde.

Während Steel Panther hat die Dämmerung eingesetzt, so wird es vor Five Finger Death Punch, die wie sich gleich zeigen sollte offenbar nach wie vor mit … internen Problemen … zu kämpfen haben, Zeit sich in die lange Jeans zu begeben und einen Pulli aus Flipper zu holen.

Zurück am Gelände stelle ich erstmals fest, dass die Projektionen der charakteristischen Windräder auf den Videowänden der Blue Stage irgendwie Stephen King’s Langoliers ähneln.

Verdutzt stelle ich fest das nun Sänger Tommy Vex, Sänger von Bad Wolves, anstatt Ivan Moody die Bühne betritt, das Statement zu seiner Abwesenheit verstehe ich nicht richtig, offenbar ist Ivan Moody erkrankt … aber immerhin widmen sie ihren Song Bad Company selbigen … Hmm …

Die Menge haben sie trotz Ersatzmann im Griff, es wird getobt, Circlepits bilden sich und die Securities dürfen Stage Diver nach Stage Diver in Empfang nehmen … Tatsächlich sieht es kurz nach einem Stage Dive Fließband aus.

In jeder Hinsicht überzeugen Five Finger Deaht Punch, selbst als sie Wrong Side of Heaven als Akustik Version zum Besten geben. Verwirrt und etwas enttäuscht bin ich nur, als sie ohne Verabschiedung, mitten unter der Darbietung von Rising Sun die Bühne verlassen … Das Lied aber vorerst allein, samt Stimme weiterspielt …?  Wir sind am Nova also erlaube ich mir an dieser Stelle ein WTF?

Backstreet Park … Nein … Linkin Bieber … Nein … Linkin Park sollen nun folgen, persönlich bin ich nicht so begeistert selbige zu hören, zumal sie es Live einfach nicht draufhaben, bleibe aber da mein Gegenstück meint eventuell spielen sie ja ältere Lieder … Tun sie auch und die Menge geht auch ordentlich dazu ab … Für mich persönlich hat die Linkin Park Ära allerdings schon vor einiger Zeit geendet und die alten Nummern reißen mir, aufgrund des ziemlich gewöhnungsbedürftigen Live-Gesanges, welcher nicht einmal annähernd an die Studioaufnahmen rankommt, nichts mehr raus.

Den jüngeren Fans dürfte es jedenfalls gefallen, wir verlassen etwa zur Halbzeit das zum Brechen volle Gelände und hören noch hinter Flippers geschlossenen Türen und Fenstern das begeisterte Mitsingen der Massen … Aber der Ö3 Banner war ja auch nicht zu übersehen …

Heute widme ich mich übrigens definitiv Alter Bridge und werde bei Good Charlotte erstmal seit langem wieder zwölf Jahre alt … 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s