Das war der dritte Tag am Nova Rock: mit RANT in den Tag

Zum dritten und somit vorletzten Mal melde ich mich Live und in Farbe aus Flipper, welcher in der pannonischen Tiefebene ruht, diesmal jedoch nicht aus seinem Hinterteil, da selbiges etwas durchnässt ist, sondern von seinem Beifahrersitz. Soeben freue ich mich das ich mich auf das Schreiben konzentrieren kann und nichts moderieren muss, meine Stimme hat sich nämlich gestern in den frühen Abendstunden auf unbestimmte Zeit Urlaub genommen und lässt sich von Halsweh und einem geschwollenen Lymphknoten vertreten.

Alt darf man nicht werden, seinerzeit bei der drei Tage Schlammlacht, ebenfalls am Nova Rock, steckte das Wesen hinter dem Blog einen saftigen Regenguss bei Metallica und somit mindestens einen Tag mit dauerfeuchter Kleidung und nassen Füssen, noch locker weg.

Lange Rede und eventuell gar kein Sinn; der gestrige Tag stand im Zeichen der Regenschauer, bereits am Vormittag zogen selbige immer wieder durch und so begleitet der zu hörende Soundcheck von RANT das sanfte prasseln von Regen auf Flippers Dach.  Kurzzeitig denke ich an das Overdrive Festival, wo RANT ebenfalls bei starken Regen ihr Bestes gaben der Menge einzuheizen.

Am Nova heißt es nicht, wenn Engel reißen, sondern wenn gute Rocker Musik machen, pünktlich gegen zwei Uhr am Nachmittag und somit kurz bevor RANT beginnt, lächelt die Sonne keck aus einem bewölkten Himmel und ermöglicht nun doch das Tragen von kurzen Hosen, wobei es wenigstens ein laues Lüftchen, welches dann doch hier und da Fahrt aufnimmt es gut mit uns meint und für etwas weitere Abkühlung sorgt.

Die Fläche vor dem Red Bull Brandwagen ist durchaus gut gefüllt, beachtlich um die Uhrzeit, wo selbst vor der Blue und Red Stage nur einzelne verirrte herumwuseln. RANT sind heute richtig gut drauf, ich hatte schon einige Male die Ehre sie Live spielen zu sehen und heute übertreffen sie sich definitiv noch einmal selbst, die für diese Bühne gar nicht kleine aber definitiv feine Meute springt, schwingt und liefert sogar einen nicht zu verachtenden Circle Pit ab.

Hut ab und weiter so, nächstes Jahr dann hoffentlich auf der Red Stage, wie Black Inhale heute, ebenfalls gegen 14 Uhr … Aber das ist eine andere Geschichte, für einen anderen Tag … Somit morgen.

Nach RANT gibt s noch einen netten Plausch mit den Jungs von Vinegar Hill, bevor wir beschließen uns den Wanst vor Sleeping with Sirens vollzuschlagen, die Band aus Florida war mir bis Dato unbekannt, lediglich der Name hatte mich neugierig gemacht und ich wurde definitiv nicht enttäuscht, Sänger Kellin Quinn fängt mich mal prompt mit seiner Stimme und dem offensichtlich vielseitigen Repertoire dahinter. Die Würze welche die restlichen Bandmitglieder den Songs beisteuern ist natürlich absolut nicht zu verachten. Normalerweise versteckt sich das Wesen hinter dem Blog vor der Sonne, Sleeping with Sirens locken mich ziemlich bald aus meinem Versteck und bringen mich dazu mit ihnen zu feiern.

Selbiges gilt nun für Pierce the Veil, obwohl bei allen anderen offenbar nicht unbekannt sind sie mir gänzlich unbekannt, fangen mich aber auch ziemlich bald ein und bringen mich, trotz Sonnenlicht, dazu die Bühne genau im Blick zu erhalten, das sind ja mal Energiebündel. Selbst ein Polizeibeamter, wobei die Polizeipräsenz dieses Jahr so stark zu merken ist wie noch nie, lässt es sich nicht nehmen einige Bilder von ihnen zu knipsen. Als sie schließlich noch den Sänger von Sleeping with Sirens für ein Duett hinzuholen und dabei effektvoll eine der E-Gitarren hoch in die Luft zu schmeißen … und zum Glück auch wieder zu fangen, tobt die Menge vor der Blue Stage.

Nun wechseln wir zu All Faces Down retour zum Red Bull Brandwagen, wobei es hier nun richtig voll ist. Begeistert, souverän und motiviert absolvieren sie einen glanzvollen Auftritt, wer allerdings schon am Rock in Vienna spielen durfte hat ihr eventuell auch schon etwas mehr Erfahrung, so oder so die Menge strahlt während All Faces Down ihre Songs spielen und sich immer wieder Zeit für witzige und rührende Interaktion mit dem Publikum nehmen … So darf Marco seiner Karina mitten auf der Bühne einen Heiratsantrag machen … So wie es aussah hat sie Ja gesagt! GLÜCKWUNSCH!

Wir verziehen uns im Anschluss für einige Stunden in Flipper, ausruhen bevor es zu Prophets of Rage gehen soll. Bei Flipper hören wir die verzweifelten Versuche von 187 Straßenbande die Menge vor der Red Stage mit irgendetwas von einem Krokodil zu begeistern, so wie es klingt dürfte es nicht recht klappen, aber eventuell trägt der aufkeimende Wind den Schall der Fans einfach von uns fort.

Regen setzt ein und so verschlafen wir Prophets of Rage während dem Regengeprassel und lassen uns erst kurz vor Sytem of a Down auf nasse Füße und Gatsch ein.

System of a Down leiden bei mir an wechselnder Gunst … und eben Ungunst … zumal sie ja dann doch schon seit mehr als zehn Jahren nichts Neues fabriziert haben, gestern funktionierte ihr Auftritt bei Regen und Wind nicht nur für mich. Als wir den Bereich der Red Stage streiften, bevor wir den Higway to Hell zur Blue Stage antraten, war dieser sagenhaft leer … Kein Wunder offenbar sind mindestens neunzig Prozent der Nova Rocker vor der Blue Stage. Nicht mitgerissen zu werden, sei es von System of a Down, welche ihre Klassiker routiniert in die Menge schmettern, oder von den tobenden Fans ist so gut wie unmöglich.

Nass, dezent eingesaut, ohne Stimme aber dafür mit Halsschmerzen begeben wir uns mehr als glücklich zur turbulenten Nachtruhe in Flipper …

… Heute Morgen lacht übrigens wieder die Sonne, etliche Wolken zieren den Himmel und der Wind pustet, gute Voraussetzungen alles zu trocknen bevor es gegen 14 Uhr wieder auf das Gelände geht, das Wesen hinter dem Blog wird sich dann auch gleich sportlich betätigen, möchte sie von den zugleich auftreten Overalls auf dem Red Bull Brandwagen und Black Inhale auf der Red Stage etwas mitbekommen …

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