Tag vier am Nova Rock: Black Inhale begeistert sogar Blassmusiker

Hier bin ich, oder es, das Wesen hinter dem Blog wieder, heute aus der heimischen Küche, die Stimmlage ist ernst, es trinkt Tee anstatt Kaffee und es verrät jetzt schon, dass es bis Green Day nicht durchgehalten hat, da interessanterweise lediglich sein rechter Lymphknoten, am Hals, derart anschwoll, dass man wohl mittlerweile damit Tennis spielen könnte. Der linke, Lymphknoten, hält sich derzeit noch raus.

Zu Black Inhale ist das Wesen hinter dem Blog auch gänzlich falsch angezogen, die hier und da rausscheinende Sonne und die daraus resultierende Wärme in Flipper, trotz geöffneter Fenster und Türen, lassen mich den hier und da doch recht starken und kühlen Wind gänzlich vergessen. Zwar wähle ich eine lange Jean, warme und vor allem trockene Schuhe und eine lange Weste, allerdings mit Ausschnitt, wodurch mein Hals freiliegt.

Black Inhale live zu sehen bereitet mir, auch wenn sie schmähtechnisch ungewohnt zurückhaltend sind, derart Freude das ich immer wieder ausgelassen zu ihren Songs herumspringe, wodurch mein Körper sich erwärmt, der teilweise scharfe und kühle Wind kühlt meine freiliegende Halsregion dabei derart ab, dass ich danach wohl nicht nur wegen dem Mitgrölen kaum noch über Stimme verfüge.

Das bereits in diesen frühen Stunden des Festival-Tages die Videowände der Bühnen abgesenkt wurden, zeugt zudem davon das mit einer Entspannung der Wind und Wetterlage nicht zu rechnen ist. Aber dieses Jahr verläuft es dennoch relativ glimpflich, bisher wurde das Gelände aus Sicherheitsgründen immer kurz nach Absenken der Videowände geräumt …

Aber natürlich werde nicht nur ich von Black Inhale begeistert eine, für die Uhrzeit und das Wetter letzter Nacht und am heutigen Tag, beachtliche Menschentraube bildet sich vor der Red Stage und selbst einige Musiker von Wendis Böhmische Blasmusik lassen sich den Großteil von Black Inhale in ihren Trachten nicht entgehen.

Die zugleich auftretenden The Overalls, verpasse ich leider da ich es verabsäume auf meine Uhr zu schauen um, wie geplant, bei der Halbzeit die Bühne zu wechseln.

Nach Black Inhale treffen wir am Gelände der Red Stage noch Jacky von Dystrust, welcher heute mit seinen Jungs im Baywatch Still poltert. Da nicht Jacky selbst vor den Altar tritt, alles Gute an den Unbekannten und seine bessere Hälfte an dieser Stelle.

Mit essbarem beladen geht es bis Suicide Silence nun retour in Flipper, um in Ruhe den Wanst vollschlagen und vor allem um eine besser geeignete Garderobe zu wählen. Beim Verlassen des Festivalgeländes in Richtung Parkplatz und später retour, passieren wir die ersten Ströme jener Besucher, welche ihr hab und Gut vor den Headlinern ins Auto bringen um heute Abend abfahren zu können. Hierbei sollte man wohl mal ein Lob an die Besucher des Festivals aussprechen, trotz quasi Querverkehr schafft man es unbehelligt, ohne sein eigenes Tempo signifikant zu ändern und ohne Rempler durch diesen Strom.

Die Ehre Suicide Silence mit ihrem 2012 verstorbenen Sänger, Mitchell Adam Lucker, zu sehen hatte ich bedauerlicherweise nie, persönlich kenne ich nur eher die Nummern welche mit ihm auf den Alben aufgenommen wurden … Wie das ihren Auftritt eröffnenden You only live once …. Bin somit ziemlich auf die Live Performance, vor allem der älteren Songs, gespannt.

Gänsehaut überfällt mich gleich zu Beginn, nicht wegen den kühlen Temperaturen, sondern vor allem wegen dem Text des oben genannten Songs und der mir noch ziemlich unbekannten Stimme von Eddie Hermida. Selbiger gibt übrigens alles und die doch müde wirkende Menge beginnt zu toben.  Ein interessantes Kontrastprogramm erwartet uns bei und nach der letzten Nummer von Suicide Silence, sie spielen die Ballade Conformity, welche seinerzeit einen Sturm der Entrüstung alt eingesessener Suicide Silence Fans auslöste, danach wird in Rockermanier das Drumset auf der Bühne geschrotet.

Wohlmöglich hätte es das Wesen hinter dem Blog, vor allem mit einer anscheinend aufkeimenden Halsentzündung und lediglich zwei Stunden Schlaf in der vergangenen Nacht, deutlich ruhiger angehen lassen sollen, müde begebe ich mich zu Simple Plan auf der Blue Stage um noch einmal zwölf zu werden. Allerdings reißen mir selbige, mit ihrer auf mich unmotiviert wirkenden Performance nichts raus.

Langsam begeben wir uns retour zu Flipper, Hatebreed soll erst in circa drei Stunden beginnen und danach Green Day folgen, nach etwas hin und her beschließen wir den Heimweg doch jetzt schon anzutreten, zumal das Wesen hinter dem Blog nicht sicher ist wie ihr Hals einen weiteren Regenguss, welchen es ihrer Information nach dann auch noch gab, überstehen würde.

Bell-jaul-schimpfend laufen uns die hündischen Damen des Hauses entgegen, als wir zu Hause ankommen, nach einer kurzen Begrüßung und einem Schwatz mit ihrem Aufpasser und Haushütter schmeiße ich mich in die ersehnte heiße Badewanne, falle auf die Couch und erwache dort erst heute Morgen, mit kaum Stimme und stärkerem Halsweh, wieder …

… Somit bleibe ich dabei, alt darf man nicht werden …

… Ein Festival besteht jedoch nicht nur aus Musik, demnächst erfahren wir warum dieses Nova Rock wohl das Nova Rock der Geburtstage war, welche Superhelden uns über den Weg liefen und was das Wesen hinter dem Blog zu High Waist Jeans, oder doch High Waist Hotpants, sagt …

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