Nevada hat seine Area 51 und Leoben seine Area 53

Bevor das Wesen hinter dem Blog erzählt, klaut es ein Zitat der Facebook-Seite des Area 53, welchem es vorbehaltlos zustimmt:

Dort, wo der Aar noch haust und die Gämse keck von der Felswand springt, wird das frohe Jodeln der drallen Sennerin schon längst von harten Riffs, rollenden Drums und diversen Rock/Metal-Gesängen übertönt: Die Obersteiermark hat sich als einer der Hot Spots im österreichischen Metal-Bereich etabliert. Krachlederne oder Dirndl hängen neben Badgeverzierten, ausgefransten und mit dem Geruch zahlreicher Konzerte veredelten Jeans- oder Lederjacken.

Der Österreicher, insbesondere der Wiener, ist dafür bekannt zu sudern und genau damit beginne ich nun meinen Rückblick … Persönlich habe ich mich ziemlich darüber gefreut als es mir das Area 53 Festival in den Nachrichtenverlauf von Facebook spülte, neugierig klickte ich mich durch und schnell war mir klar, am 15. Juli geht es wieder in mein liebstes Bundesland, die Steiermark.

Etwas verwirrt war ich beim Überfliegen der Seite von einem Post eines Herren, welcher meinte 18 Euro im Vorverkauf und 23 Euro an der Abendkassa wären zu viel für eine Metallica Coverband …

Nun ja, zum einem spielten allein am Samstag zehn Bands und zum anderen sollte man sich jenseits des 18. Lebensjahres darüber bewusst sein, das vom bezahlten Eintritt, Bands (ich wiederhole zehn – nicht eine), Platzmiete, Booking (Telefonkosten z.B., Werbung), Bühne und Bühnenaufbau mit dazugehöriger Crew, Securities und neben einigen anderen Abgaben, wie den allseits beliebten Steuern, eventuell auch etwas für den Gratis Parkplatz beim Hornbach aufgewendet werden musste …

… Daumen mal Pi haben die Bands somit vermutlich kaum etwas verdient … aber deren Equipment bekommen sie ja eh Gratis … oder? Sobald man in einem Musikgeschäft sagt das man in einer Band spielt gibt es Gitarren, Drums, Bass und Co natürlich komplett umsonst … Und Zeitaufwand für Proben, Anfahrt und Aufbau haben sie ja auch keinen, macht ihnen ja Spaß uns zu bespaßen …

Aber genug mit sudern und echauffieren, denn bis auf diesen Post der mich, falls man es nicht gemerkt hat etwas dezent, oder eben doch etwas mehr irritiert hat, hatte das Wesen hinter dem Blog letzteres: Einen Heidenspaß …

Geplant war die Abreise für Samstag elf Uhr, aber wie es nun einmal so ist, sollte das Wesen hinter dem Blog für … etwas … einspringen, was sie nach sehr langem hin und her auf Sonntag in der Früh verschieben konnte. Somit ging es gar nicht pünktlich erst gegen zwei Uhr am Nachmittag ab in die schöne Steiermark.

Bei Leoben West abgefahren und dem Navigationsgerät brav folgend, schaffte ich etwas das wohl nur ich schaffe … Ich übersah den riesengroßen Hornbach, wo die Besucher des Festivals ihre Fahrzeuge abstellen durften und parkte so kurz hinter dem Veranstaltungszentrum Schladnitz, bei einem Lokal ein um besagten Hornbach via Navigation zu suchen, schon kam ein Security auf mich zu und wies mich freundlich, nicht sarkastisch gemeint, daraufhin das ich bitte beim Hornbach parken sollte … Sein Blick als ich meinte das ich selbigen gerade suchen würde … Unbezahlbar … aber ich habe ja ein Wiener Kennzeichen …

Stag Trench One.jpg

Den Hornbach endlich gefunden … und mir dezent die Hand auf die Stirn geschlagen … ging es, begleitet von den Klängen der Band Stag Trench One, die wenigen Meter zum und schließlich auf das Gelände.

Ich gestehe, obwohl mir Anglizismen nicht immer liegen, habe ich es musikalisch nicht so mit Deutsch-Rock, aber Stage Trench One machen ihre Sache wirklich gut und gekonnt, man merkt da steckt Freude dahinter und bei dem Böhse Onkelz Cover: Wahre Freunde, haben sie mich.

chaos messerschmitt

Aufgrund der wenig vorhanden Affinität für Deutschrock brauche ich bei den folgenden Chaos Messerschmitt auch circa zwei Lieder, bis sie mich mit ihrer Performance, der tollen Interaktion mit dem Publikum und natürlich ihrer Musik schließlich mitreißen. Außerdem gestehe ich das soeben Dafür lebe ich nebenbei läuft.

Es folgt eine weitere Pause bis Apis, welche heute ein Heimspiel geben, die Bühne betreten. Während den Pausen werden wir übrigens von einer weiteren Live Performance unterhalten, leider konnte ich den Namen der drei Musiker in Erfahrung bringen. Ihre Darbietung von Come Together der Beatles zu hören war tatsächlich ein Genuss. Hut ab.

apis

Apis, welche man so gar nicht in ein Genre pressen kann … außer vielleicht richtig geiler Rock, wenn ich das so salopp sagen darf … heizen den Fans von Anfang an ordentlich ein, es ist immer wieder ein Genuss die Band live zu sehen und mit ihnen ihre Musik zu feiern. Auch für die Interaktion mit dem Publikum nehmen sie sich gerne Zeit und so wippen Füße und Köpfe von ganz vorne, wo es vermutlich gerade noch härter zugeht, bis nach ganz hinten … Werft doch mal einen Blick hinter die Kulissen, in ihre Liveauftritte oder kommt am besten beim nächsten Auftritt einfach selber vorbei.

vinegar hill

Als nächstes entern Vinegar Hill mit viel Energie, einer gehörigen Portion guten Laune und zeitgerecht zum Jubiläum mit neuen Songs in Gepäck die Bühne. Nachdem was es da, neben Shadowman, Dead End Bride, Faint Cold Fear, Firebirds und Road to Grace an neuem zu hören gab, darf man mehr als gespannt auf das neue Album sein … ich war es bereits nachdem ich diesem kleinen Teaser lauschen durfte. Bereits Monophobia war ein Album das sich durch die Gehörgänge direkt ins Erinnerungszentrum des Metal geneigten Gehirns brannte und so ist es wohl kaum verwunderlich das ich, wie meist, dreifach mitsinge: Laut, Falsch und mit einer gehörigen Portion Begeisterung … Übrigens darf man auch bei Vinegar Hill einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich von durchaus witzigen Eindrücken überzeugen und erheitern lassen …

Metallica revival Beroun

Überaus angeheizt geht es nun mit Metallica revival Beroun weiter, womit wir wieder bei besagten Post auf Facebook sind, selbst wäre der Eintrittspreis lediglich für die Metallica Cover Band, zeigt sich bereits bei den ersten Tönen, sie würden ihn wohl zurecht verdienen, hier wird heute mit der Stimme gesungen, welche James Hetfield nach einigen Jahren Gesangs und … sonstigen … Strapazen nach einigen Minuten Performance sucht … Bevor ihr mich nun zerreißt, selbstverständlich ist Metallica unvergleichbar und auch für mich eine der Größen schlechthin …

Freudig singe ich nun auch mit Metallica revival Beroun Klassiker wie Fade to Black, Whiskey in the Jar oder Nothing esle matters mit und erinnere mich überaus freudig an das Nova Rock 2009 zurück, als pünktlich zu den ersten Klängen ein Platzregen losging, welcher sich selbst bei Enter Sandman noch nicht beruhigt hatte.

iron maidnem

Kann man den Abend nun noch steigern? Oh ja, nachdem Iron Maidnem, ebenfalls eine Cover Band, die Bühne betreten haben braucht man nur noch die Augen zu schließen und hat das Gefühl sich tatsächlich soeben von Iron Maiden bespielen zu lassen, neben den Tönen mit typischen Vibrato sitzt auch der britische Akzent perfekt … Lediglich Bruce Dickinson kann es besser … Respekt.

Leider ist bei Seventh Son of a Seventh Son für mich schon Schluss, es gilt die Rückfahrt nach Wien anzutreten und zu hoffen das ich Metallica revival Beroun und Iron Maidnem bald wieder live hören darf.

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