Eine Nacht im Bergwerk mit Marrok

In den letzten Monaten wurde es tatsächlich still hier, was verschiedene Gründe hatte, welche zu einem anderen Zeitpunkt, eventuell, näher oder unnäher erläutert werden oder auch nicht … Das eine oder andere Abenteuer gab es, trotz minimaler Auszeit, aber darum geht es jetzt nicht … Jetzt geht es um Marrok, ihr neues Album und ihren Auftritt letzte Nacht im Bergwerk bei Neusiedl am See.

Ganze fünf Jahre haben sich Marrok mit ihrem neuen Album Me vs. Me Zeit gelassen, viel Zeit für den geneigten Fan, aber – wie so oft – sollte sich das Warten durchaus lohnen. Aus fünf Jahren intensiven Songwriting entstand ein Album mit 14 Titeln, auf welchem wohl jeder den einen oder anderen Track für sich entdeckt.

Härte trifft auf Pop, verschiedene Stilelemente kombiniert zu einer kreativen Reise durch die eigene Persönlichkeit. Wer in diesem Album nicht ein Stück seiner selbst wieder findet, scheint der melodischen Führung, wobei sich immer Ohrwurmpotential entfaltet, nicht folgen zu können.

Aber nun von Anfang an. Nach einer wirren Woche mit neuem Chef beim Broterwerb, geht es Freitagabend, pünktlich, um acht Uhr am Abend von Wien nach Neusiedl am See ins Bergwerk um Marrok, welche heute, 14.10.2017, übrigens im SUB Wiener Neustadt auftreten, beiwohnen zu können. Ins SUB schafft es das Wesen hinter dem Blog heute nämlich nicht … Ich meckere, zu viele interessante Konzerte im Rocktober …

Das Bergewerk selbst erinnert mich ein wenig an den Viper Room, aufgrund des röhrenähnlichen Raumes, allerdings ohne die, je nach Trinkzustand, doch herausfordernde Stiege. Also durchaus einen Stopp wert.

Den Abend eröffnen die junge und mir noch unbekannte Band All Systems Red, das eine oder andere Lied geht mir dabei durchaus ins Ohr und auch ihre gute Laune während ihrem Auftritt reist mich immer mal wieder mit. Man soll sich im Leben ja immer zweimal sehen, ich wäre einer erneuten Begegnung nicht abgeneigt.

Es folgen Death Before Digital, eine gekonnte Überraschung für mich, ihr Punk tut es mir wirklich an, immer wieder tauchen vor meinem inneren Auge Bilder von New World Disorder, eine Reihe von Mountainbike Videos, auf, ihre Tracks würden hier richtig gut dazu passen. Auf meinem nächsten Mountainbike-Ausflug hätte ich sie jedenfalls durchaus gerne im Ohr.

Ebenfalls angetan haben mir es ihre Unterwasserbilder auf Facebook. Jederzeit gerne wieder, ich will mehr.

Schließlich und endlich betreten Marrok die Bühne, über Marrok stolperte ich erst Ende 2012, als ich meinte ihr Intro zu Firestorm, wäre das Intro zu War Pigs, dass dem nicht so war bemerkte ich dann doch recht schnell … enttäuscht war ich dennoch nicht, der Song riss mich schnell mit, sehr schnell.

Es folgte bald darauf eine Laufliebesgeschichte mit Pitch Black, Deep in the Shadows, Screams of the Forgotten, Borderlands, Before the Night is falling Down, Days of Mercury und einigen mehr.

Überaus freudig sollte ich schließlich am Nova Rock 2013 feststellen, dass Marrok den letzten Act auf dem Red Bull Brandwagen am ersten Abend übernehmen würden und pilgerte natürlich, den ersten Headlinern zum Trotz, dorthin. Womit ich somit dem Sänger wiedersprechen muss und kann, der gestern meinte sie wären das erste Mal im Land der Burgen.

Die Show dort konnte sich jedenfalls sehen lassen, mal eben wurde ein Bühnenmast erklommen und die Menschentraube vor der Bühne nahm immer mehr zu.

Auch gestern ließen sie sich, trotz überschaubarem Publikum, nicht lumpen. Gute Laune und Energie scheinen den Raum zu durchfluten, Fotos zu machen und still zu halten fällt mir zunehmend schwerer und schließlich und endlich kann ich nicht mehr inne halten … Beine, Nacken und Hals schmerzen heute, dezent, aber ich bin nach wie vor gut gelaunt. Vielen Dank dafür.

Also wer heute nichts vor hat, sollte durchaus in das SUB Wiener Neustadt pilgern und sich mitreißen lassen. Spätestens am 20. Oktober gibt es Marrok dann auch in Wien, genauer im Bach … Das Wesen hinter dem Blog wird sehr wahrscheinlich diese Gelegenheit nützen um Marrok erneut, ohne Kamera, beizuwohnen und sich einfach nur mitreißen zu lassen.

FOTOS, zum einstimmen.

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